Schlechte Wasserqualität in Bündner Bädern
Aktualisiert

Schlechte Wasserqualität in Bündner Bädern

Um die Wasserqualität in den Bündner Schwimmbädern steht es schlecht. Bei 435 im vergangenen Jahr vorgenommenen Wasserproben lagen die Beanstandungsquoten in den verschiedenen Bäderkategorien zwischen 18 und 37 Prozent.

Am besten schnitten die öffentlichen Hallenbäder mit einer Beanstandungsquote von 18 Prozent ab, am schlechtesten die Hotelbäder mit einer Quote von 37 Prozent.

Laut dem kantonalen Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit sind die Beanstandungsquoten allgemein «sehr hoch», wie es am Donnerstag mitteilte. Meist wies das Wasser zu viel oder zu wenig Desinfektionsmittel auf. Freibäder hatten zu hohe Harnstoffgehalte. Gut war die Wasserqualität nur in Seebädern.

Leicht Verderbliches ist heikel

Weiter hat das Amt festgestellt, dass mit leicht verderblichen Lebensmitteln oft falsch umgegangen wird. 68 von 164 genommenen Proben mussten beanstandet werden. Diese 41 Prozent seien nicht tolerierbar, sagte Kantonschemiker Daniel Imhof auf Anfrage.

Bei vorproduzierten leicht verderblichen Lebensmitteln wie Teigwaren, Pizzas oder Aufschnitt betrug die Beanstandungsquote bei 81 Proben «nicht akzeptable» 37 Prozent, wie es hiess. Überlagerung, Lagerung bei zu hohen Temperaturen und mangelnde Hygiene sind die Hauptgründe für die schlechten Resultate.

(sda)

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