Schlechter Euro-Service für Touristen in St.Gallen
Aktualisiert

Schlechter Euro-Service für Touristen in St.Gallen

Touristen sind zwar in St.Gallen willkommen, der Euro wird aber in den Beizen nicht gern gesehen. St.Gallen-Bodensee Tourismus appelliert deshalb an die Wirte.

Die Szene, die sich letzte Woche im Seeger-Café abgespielt hat, ist typisch für St.Gallen: Ein deutsches Paar will seinen Kaffee mit Euro bezahlen. «Wir nehmen keine Euro», sagt die Kellerin bestimmt und bittet die Gäste zum nächstgelegenen Bancomaten, damit sie dort Schweizer Franken beziehen. Die beiden Deutschen verstehen die Welt nicht mehr.

Auf die Anfrage von 20 Minuten reagierte Seeger- Geschäftsführer Thomas Bischof überrascht: «Wir nehmen grundsätzlich Euro», sagt Bischof. Es müsse sich um einen Fehler des Personals handeln. Bloss: Auch ein weiterer Test-Zahlversuch mit Euro führt erneut direkt an den Bancomaten. «Ich gehe diesem Problem nach», sagt Bischof.

Doch auch in anderen Bars und Restaurants ist der Euro nicht willkommen. «Wir nehmen nur im Notfall Euro», hiess es in der American Bar. Im Brühlhof kann man erst ab einer Mindestkonsumation von 50 Franken mit Euro bezahlen. Diese Euro-Politik stösst bei St.Gallen-Bodensee Tourismus auf Unverständnis: «Wir sind dafür, dass die Wirte Euro akzeptieren», sagt Sprecherin Andrea Nakhostin. «Es wäre einfach kundenfreundlicher», so Nahkostin.

(hus)

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