Bereits über 10’000 Franken: «Schlechter Witz» auf Jodel führt zu Spendenaktion für Sieber-Stiftung
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Bereits über 10’000 Franken«Schlechter Witz» auf Jodel führt zu Spendenaktion für Sieber-Stiftung

Aus einem Joke auf Jodel entstand ein Spendenmarathon. Mehr als 10’000 Franken sind bereits zusammengekommen. Über den Betrag freuen darf sich das Sozialwerk Pfarrer Sieber in Zürich.

von
Lynn Sachs
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Die Scherz-Frage eines Jodel-Users löste am Samstag einen Spendenmarathon aus.

Die Scherz-Frage eines Jodel-Users löste am Samstag einen Spendenmarathon aus.

Screenshot Jodel
Zwischen Samstagabend und Montagmorgen spendeten mehr als 200 Leute rund 10’000 Franken. 

Zwischen Samstagabend und Montagmorgen spendeten mehr als 200 Leute rund 10’000 Franken.

Screenshot Jodel
Über den Betrag freuen darf sich das Sozialwerk Pfarrer Sieber in Zürich.

Über den Betrag freuen darf sich das Sozialwerk Pfarrer Sieber in Zürich.

Screenshot Jodel

Darum gehts

  • Ein Jodel-User fragte aus Spass nach Geld für die Notschlafstelle und startete damit eine Spendenaktion.

  • Zwischen Samstagabend und Montagmorgen spendeten mehr als 200 Leute rund 10’000 Franken.

  • Der Betrag geht an die Sieber-Stiftung in Zürich.

Mit der Frage «Hat mir jemand einen Franken für die Notschlafstelle?» löste ein User am Samstag auf der Plattform Jodel eine Diskussion aus. Der Grund: Schnell war klar, dass er sich damit einen Scherz erlaubt hatte. So schrieb ein Jodler: «Man macht keine Witze darüber.» Und ein anderer Nutzer meinte: «So jetzt geht jeder auf die Webseite vom Sozialwerk Pfarrer Sieber und spendet 10 Franken. Dann hat das Ganze doch noch etwas Gutes.» Prompt folgte die Antwort eines Jodlers: «Super Sache, habe ich gerade gemacht.»

Damit blieb er nicht der Einzige. Bis am Montag spendeten mehr als 200 Leute rund 10’000 Franken, wie es beim Sozialwerk Pfarrer Sieber auf Anfrage heisst. «Die Leute spenden wie wild. Das berührt uns sehr», sagt Sprecher Walter von Arburg. «Es ist wahnsinnig toll und wirklich unglaublich, dass aus einem schlechten Witz heraus so eine Summe zusammengekommen ist. Wir bedanken uns bei allen, die gespendet haben.»

Das Geld kann das Sozialwerk gut gebrauchen, wie von Arburg sagt. «Unsere Einrichtungen mussten in den letzten Monaten Corona-tauglich gemacht werden. Das war mit enormen Mehrkosten verbunden.» Auch sonst sei man immer auf Spenden angewiesen. «Nur so können wir unsere Arbeit täglich leisten.» Die Spendengelder werden nun für die niederschwelligen Einrichtungen wie Notschlafstellen, Gassenarbeit, Gassenküche und Anlaufstellen, verwendet.

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