Schlechtes Wetter - gute Luft
Aktualisiert

Schlechtes Wetter - gute Luft

Die Bernerinnen und Berner konnten 2007 ein wenig aufatmen. Dank entsprechender Witterung wurden weniger Luftschadstoffe gemessen als im Vorjahr. Grund zur Entwarnung ist dies laut Kanton aber noch lange nicht.

Dank entsprechender Witterung wurden weniger Luftschadstoffe gemessen als im Vorjahr. Grund zur Entwarnung ist dies laut Kanton aber noch lange nicht.

Nach wie vor würden die Grenzwerte für Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid häufig überschritten, schreibt er in einer Mitteilung vom Montag. Die guten Werte des Jahres 2007 gingen vor allem auf entsprechendes Wetter zurück. Die in Angriff genommenen Massnahmen gegen die Luftbelastung will der Kanton deshalb weiterführen.

Im Sommer 2007 bescherte das kühle und regnerische Wetter den Bernerinnen und Bernern tiefere Ozonwerte. Auffällig seien jedoch die häufigen Grenzwertüberschreitungen im überdurchschnittlich warmen Monat April, heisst es in der Mitteilung des Kantons.

Im Winter wurden weniger lange andauernde Smogperioden verzeichnet als 2006. Dies wirkte sich positiv auf die Feinstaubbelastung aus, die im Jahresmittel an allen Standorten um rund 20 Prozent unter den Vorjahreswerten lag. Erst zum Jahresende hin stieg die Belastung wegen austauscharmer Wetterlage etwas an.

Wie in den letzten Jahren wurde der Jahresmittelwert beim Stickstoffdioxid entlang der Verkehrshauptachsen sowie in den Stadtzentren überschritten. Der in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts beobachtete Rückgang hat sich seit dem Jahr 2000 nicht mehr fortgesetzt. Beim Schwefeldioxid wurden die Grenzwerte dagegen deutlich eingehalten.

Der Kanton will nun, ergänzend zu den bisherigen Massnahmen, 25 landwirtschaftliche Fahrzeuge für einen zweijährigen Praxistest mit Partikelfiltern ausrüsten. Für die Aus- und Nachrüstung landwirtschaftlicher Fahrzeuge bestehen laut Kanton noch Wissenslücken. Daneben will der Kanton eigene Holzfeuerungen mit Partikelabscheidern versehen.

(sda)

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