Schleimkanone gegen Pyros
Aktualisiert

Schleimkanone gegen Pyros

Die Security will während des Openairs St.Gallen konsequent gegen Pyro-Zünsler vorgehen. Besucher, die mit ihren Fackeln andere gefährden, werden kurzerhand «eingeschleimt».

Die beliebten Bengalfackeln werden bis zu 5000 Grad heiss, verbreiten giftigen Rauch und sind darum an Sportveranstaltungen und Festivals verboten. Trotzdem gibt es an jedem Openair Zünsler, die die Hände nicht davon lassen können. Ihnen wollen die Organisatoren des Openairs St.Gallen das Handwerk legen. «Die Leute werden angezeigt und sofort vom Festivalgelände gewiesen», sagt Sicherheitschef Andreas Mestka. Was die Spezialfackeln so gefährlich mache, sei, dass sie fast nicht zu löschen sind: «Mit Wasser ist man chancenlos», so Mestka. «Das Einzige, was wirkt, ist ein spezielles Gel.»

Und dieses Gel will die Festival-Security heuer konsequent einsetzen: Zünsler werden zuerst aufgefordert, die Fackel fallen zu lassen. Sie soll dann in einer mit Gel gefüllten Box erstickt werden. Ist der Besucher nicht kooperativ oder gefährdet er gar andere Leute, werde er samt Fackel mit Gel aus einem Feuerlöscher gezielt «eingeschleimt». Wie Andreas Mestka versichert, ist das biologisch abbaubare Gel für Menschen ungefährlich. Transportiert wird die ganze Ausrüstung auf einem so genannten Safe-Caddy. Dieser enthält neben Löschmitteln auch einen Erste-Hilfe-Kasten.

Lukas Nef

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