Von 7. Dezember bis 10. Januar : Österreich verhängt Quarantänepflicht für Reisende aus Risikoländern

Von 7. Dezember bis 10. Januar Österreich verhängt Quarantänepflicht für Reisende aus Risikoländern

Die österreichische Regierung hat informiert, wie die Corona-Massnahmen in den kommenden Wochen aussehen werden.

von
Reto Heimann

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Mittwoch, 02.12.2020

Zusammenfassung

In Österreich wird das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren. Ab Montag dürfen Schulen, der Handel sowie körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Coiffeure , wieder öffnen, sagt Kanzler Sebastian Kurz nach der Kabinettssitzung. Gastronomie und Hotels bleiben noch bis zum 7. Januar geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Skifahren wird in Österreich erst ab dem 24. Dezember wieder möglich sein – und auch dann nur in Form von Tagesausflügen.

Die Ausgangsbeschränkungen gelten künftig nur noch in der Nacht (23 Uhr bis 6 Uhr). Darüber hinaus wird es für die Weihnachtsfeiertage strenge Einreisebestimmungen geben. Wer vom 19. Dezember bis zum 10. Januar in ein Land reisen will, dessen 14-Tage-Inzidenz höher als 100 ist, muss bei der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne.

(Reuters)

PK beendet

Damit ist die Medienkonferenz beendet.

Bleibt die Gastronomie bis Mitte Januar zu?

Gibt es einen Drive in in für Skihütten, «um zum Beispiel Knödel to go» zu bekommen, möchte ein Journalist wissen. Kurz: «Es ist schwierig vorherzusagen, wann wir was wieder öffnen können. Wir rechnen damit, dass wir noch einmal weiter reduzieren können bis Weihnachten. Der Öffnungsplan ist realistisch.»

Nur Tagesausflüge beim Skifahren?

«Absolut ja, Tagesausflüge sind das Ziel. Wir haben eine Differenzierung vornehmen können, weil Skifahren letztlich doch eine Outdoor-Sportart ist» Es geht darum, einen Tagesausflug zu ermöglichen.

Fragen

Die österreichischen Journalisten dürfen Fragen stellen. Warum wird mehr geöffnet als angekündigt? Der Lockdown war ja nicht so erfolgreich?

Kurz: «Die nächste Phase wird ein Balanceakt. Wir können Öffnungsschritte dann umsetzen, wenn wir sehr diszipliniert bleiben.»

«Es wird mühsam»

«Wer über die Feiertage ins Ausland reist, soll nicht im Unklaren sein, dass es mit mühsamen Folgen verbunden sein wird, wenn er oder sie zurückkehrt»

Keine Ansammlungen in Läden

«Wir wollen verhindern, dass es zu Menschenansammlungen in Läden kommt» Die Polizei werde in solchen Fällen vor Ort sein und wenn nötig eingreifen, so Nehammer.

Keine Silvesterpartys

Darum sei es wichtig, harte Massnahmen an der Grenze zu treffen, sagt Nehammer. «Es geht nicht an, dass Österreicher in Nachbarländer reisen, um dort Silvesterpartys zu schmeissen», so Nehammer bestimmt.

Quarantäne

Es spricht Innenminister: «Die Lockerungen dürfen nur schrittweise vorgenommen werden.» Das bedeutet: «MIndestens zehn Tage muss man in Quarantäne, wenn man aus dem Ausland einreist», sagt Nehammer. Das sei nötig, weil die Rückreise aus dem Ausland im Sommer zu einem «erhöhten Infektionsgeschehen» geführt habe.

Dritte Welle

Anschober erwartet bereits jetzt die dritte Welle: «Wann diese Welle auf Österreich trifft, das lässt sich leider eben nie voraussehen.»

Grenzregime

Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 19. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit.

«Katastrophe verhindert»

Seit einer Woche gebe es eine leichte Reduktion der Patienten auf den Intensivstationen. Der Gesundheitsminister zeigt eine weitere Grafik. Grund zur Beruhigung gibt es wegen dem noch nicht. «Unser Hauptziel war eine Notbremse, um die Katastrophe im Gesundheitswesen zu verhindern» Das sei gelungen – aber es bleibe viel zu tun.

Erste vs. Zweite Welle

Anschober zeigt eine Grafik, die eine Stabilisierung der Anzahl Neuinfektionen seit dem Frühling zeigt. Daraus wird deutlich: Die zweite Welle hat Österreich viel stärker getroffen als die erste Welle. «Es geht mir viel zu langsam, aber der Trend stimmt», sagt Anschober.

Anschober

Es spricht der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober: «Die zweite Welle hatte viel mehr Wucht, Kraft, Dynamik – hatte und hat», sagt er. Es ist eine dramatische Situation entstanden.

Gondeln

In den Gondeln wird eine Mund-Nasenschutz-Pflicht gelten. Auch wird es eine Kapazitätsgrenze für die Anzahl Leute in einer Gondel geben, so Kogler

Sport

Bis zum 7. Januar gibt es keine anderen Perspektiven, als dass der Kulturbereich grösstenteils geschlossen bleiben. Alle Outdoor-Sportarten wird dafür wieder möglich sein – mit der Ausnahme von Kontakt- und Mannschaftssportarten. Indoorsportanlagen müssen geschlossen bleiben.

Kultur

Bibliotheken, Museen und Galerien öffnen wieder, führt Kogler aus. Veranstaltungen aber, d.h. Konzertlokale, Theater, Oper usw. bleiben geschlossen.

Schulen

Kogler: «Die Matura-Klassen können wieder in den Regelunterricht zurück. Uns ist wichtig, dass sie eine gute schulische Vorbereitung haben» Es sei auch eine Herausforderung gewesen für die Kinder, die Eltern, die Lehrer. Kogler dankt «insbesondere den Frauen.»

Vizekanzler

Es spricht der österreichische Vizekanzler Werner Kogler. «Es ist erfreulich, dass die Neuinfektionen sinken, aber es geht zu langsam», sagt er.

Massentests

Kurz appelliert an die Bevölkerung: «Machen Sie Massentests!»