Schliessung von 3 Hallenbädern wegen mangelnder Hygiene
Aktualisiert

Schliessung von 3 Hallenbädern wegen mangelnder Hygiene

Mangels Hygiene mussten in diesem Jahr drei Hallenbäder im Kanton Zürich kurzzeitig geschlossen werden.

Insgesamt gab es aber weniger Beanstandungen als im Vorjahr.

Von 356 untersuchten Hallenbädern im Kanton Zürich wurden 41 beanstandet. Das entspricht 12 Prozent und einer Abnahme um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dass im Hallenbad neben Badegästen auch Fäkalkeime und Pseudomonas-Bakterien mitschwimmen, ist eine unangenehme Vorstellung. Als eine Art Hygienepolizei fungiert hier das kantonale Labor Zürich, das die Wasserqualität der 119 Hallen-, Schul- und Therapiebäder mindestens dreimal jährlich untersucht (ohne Stadt). Zu den aktuellen Zahlen sagt Kantonschemiker Rolf Etter auf Anfrage von 20 Minuten: «In 37 Fällen stimmten die chemischen Werte nicht. So wurden zum Beispiel in zehn Becken erhöhte Harnstoffwerte festgestellt.» Schwerwiegender sei, dass die Wasserhygiene in neun Becken ungenügend gewesen sei. «Wegen zu hoher Konzentrationen von Fäkalkeimen und Pseudomonas-Bakterien mussten drei Bäder kurzzeitig geschlossen werden», sagt Etter.

Ungefährlich sind solche Verunreinigungen nicht: «Sie können zu Bindehautentzündung und in seltenen Fällen zu Ohrenentzündungen führen», erklärt Christian Ruef, leitender Arzt der Spitalhygiene Uni Zürich.

Alexandra Roder

Deine Meinung