Aktualisiert 14.06.2008 18:28

NorwegenSchlimmste Waldbrände seit 1945

Die schlimmsten Waldbrände seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben im Süden Norwegens verheerende Schäden angerichtet. Die Lage blieb weiter sehr gefährlich.

Während Feuerwehr-Sprecher am Samstag zeitweise von einer «klaren Verbesserung» der Lage sprachen, warnten am Nachmittage Einsatzkräfte vor neuer Unsicherheit und akuten Gefahren durch das Umschlagen des Windes.

Seit Tagen wüteten im Bezirk Froland in der Nähe der Stadt Arendal an Norwegens Südostküste mehrere Feuer über eine Gesamtlänge von 50 Kilometern. Starke Winde und extreme Trockenheit hatten für die Ausbreitung der Flammen gesorgt.

Wie die Behörden in Oslo angaben, kämpften mehr als 150 Feuerwehrleute unterstützt von bis zu 16 Helikoptern und mehreren hundert Helfern gegen die Flammen.

Norwegens Justizminister Knut Storberget hatte auch die Nachbarländer Schweden, Dänemark sowie die Europäische Union um Hilfe bei der Brandbekämpfung gebeten. Einige europäische Länder hätten angeboten, Löschflugzeuge zu schicken, sagte der Justizminister. Die örtlichen Einsatzleiter wollten davon aber vorerst keinen Gebrauch machen.

Die Waldbrände zerstörten die Vegetation in einem Gebiet der Grösse von rund 3000 Fussballfeldern. Viele Ferienhäuser mussten evakuiert werden. 15 bis 20 seien niedergebrannt, hiess es. Angaben über Verletzte gab es zunächst nicht.

(sda)

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