Aktualisiert 05.07.2012 13:21

Doping-VerdachtSchlinge um Lance Armstrong zieht sich zu

Ex-Radprofi Lance Armstrong wird immer tiefer in den Dopingsumpf gezogen. Vier ehemalige Teamkameraden geben zu, dass sie gedopt haben.

Lance Armstrong gerät immer mehr unter Druck. (Bild: AFP)

Lance Armstrong gerät immer mehr unter Druck. (Bild: AFP)

In der Doping-Affäre um Lance Armstrong haben laut einem holländischen Zeitungsbericht vier aktuelle Fahrer der Tour de France und ein Teamchef gegen den siebenfachen Tour-Sieger ausgesagt, unter ihnen auch der Ende Saison zurücktretende BMC-Fahrer George Hincapie. Gemäss «De Telegraaf» handelt es sich zudem um Aussagen von David Zabriskie, Christian van de Velde (beide Garmin) und Levi Leipheimer (Omega Pharma-Quick Step).

Die vier ehemaligen Teamkollegen von Armstrong hätten bei einer Befragung durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur (USADA) Doping gestanden. Auch Garmin-Teamchef Jonathan Vaughters habe über Doping-Praktiken berichtet. Vaughters war Ende der Neunzigerjahre mit Armstrong im Team US Postal gefahren. Wie «De Telegraaf» berichtete, haben die Fahrer als Kronzeugen eine Sperre von nur sechs Monaten zu befürchten. Diese sei zudem aufgeschoben worden, so dass die vier sowohl die derzeit laufende Tour als auch die restlichen Rennen der Saison bestreiten können. Das amerikanische Quartett hatte zuletzt freiwillig auf die Teilnahme bei Olympia verzichtet.

Die USADA wirft Armstrong, dessen früherem Teamchef und derzeitigem RadioShack-Verantwortlichen Johan Bruyneel sowie vier früheren Ärzten und Betreuern jahrelanges Doping und Handel mit illegalen Substanzen vor.

Armstrong fightet bis zum Ende

Armstrong streitet die Vorwürfe ab. Der Texaner argumentiert unter anderem, dass er nie einen positiven Dopingtest abgegeben habe und die Zeugen der Anklage unglaubwürdig seien. Neben den fünf neuen Namen dürften auch Armstrongs frühere Tour-Helfer Floyd Landis und Tyler Hamilton zu den zehn Zeugen gehören, die die USADA in einem möglichen Prozess aufbieten will. Noch werden die Namen geheim gehalten. (si)

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