Aktualisiert 20.08.2013 07:43

SchuldgefühleSchloter hinterliess einen Abschiedsbrief

Litt er an einem Burnout? War er depressiv? Ein Abschiedsbrief gibt Aufschluss über die Gründe, die den Swisscom-Chef Carsten Schloter in den Selbstmord getrieben haben. Offenbar plagten ihn starke Schuldgefühle.

von
jbu

Hat sich Swisscom-Chef Carsten Schloter das Leben genommen, weil ihm die Aufgabe als CEO über den Kopf wuchs? Diese Vermutung wurde nach dem Selbstmord des 49-Jährigen wiederholt geäussert. Schloter habe an einem Burnout gelitten, sagte ein Vertrauter in den Medien. Ein Abschiedsbrief, den Schloter gemäss «Tages-Anzeiger» hinterliess, weist aber in eine andere Richtung.

Mehrere Quellen bestätigen die Existenz des Briefs gegenüber der Zeitung. Offenbar erklärte Schloter seine Verzweiflungstat darin ausschliesslich mit privaten Gründen. Eine zentrale Rolle soll die Trennung von seiner Frau gespielt haben.

In eine jüngere Frau verliebt

Der Swisscom-Chef hatte sich vor vier Jahren in eine jüngere Mitarbeiterin verliebt. Daraufhin verliess er seine Ehefrau, mit der er drei Kinder hatte. Mit den Schuldgefühlen, die ihn danach plagten, soll er laut seinen Worten im Abschiedsbrief nicht klargekommen sein. Sie sollen es gewesen sein, die den Deutschen schliesslich in den Selbstmord trieben.

Vor seinem Tod hatte Schloter die Trennung in einem TV-Gespräch einmal als seine grösste Niederlage bezeichnet. In einem anderen Interview sagte er, es sei die «Frage der Verpflichtung», die ihn plage. Der Swisscom-CEO wurde am 23. Juli tot in seinem Haus im freiburgischen Villars-sur-Glâne aufgefunden.

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