Aktualisiert 10.07.2014 14:34

Anstehen fürs Festival

Schlottern und warten in Frauenfeld

Der Ansturm auf das Openair Frauenfeld ist enorm und das Wetter ist nasskalt. Diese Kombination schlägt einigen Besuchern aufs Gemüt: Sie machen ihrem Ärger im Netz Luft.

von
Monika Rufener

Was ist bloss am Openair Frauenfeld los? Bei nasskalten 11 Grad wurden gestern die ersten Besucher des Ostschweizer Openairs auf das Festivalgelände gelassen. Gemäss 20-Minuten-Leser-Reporter kam es dabei zu grossen Verzögerungen: «Die Leute am Openair Frauenfeld sind seit sieben Stunden am Anstehen. Die Ersten sind bereits kollabiert, es hat die ersten Schlägereien gegeben», so ein Leser: «Niemand kümmert sich um die Leute, das ist das am schlechtesten organisierte Openair seit Jahren. Nicht mehr lange und es eskaliert, die Leute brechen ins Gelände ein.»

Leser-Reporterin Valérie aus Biel stand in der Nacht auf Donnerstag schlotternd vor den Türen des OAFF: «Die angekündigten 50 000 Zuschauer sind wohl alle bereits am Mittwochabend angereist. Seit nunmehr gut vier Stunden warten wir im Regen auf den Einlass», bemängelt die 24-Jährige und fügt an: «Wir wurden bisher kein einziges Mal darüber informiert, wieso der Einlass so lange dauert.»

«Die längste Wartezeit betrug am Mittwoch vier Stunden»

Joachim Bodmer, Mediensprecher und Kopf des Openair Frauenfeld, beschwichtigt: «Wir haben alles im Griff.» Verzögerungen habe es zwar gegeben, jedoch weniger als beispielsweise im letzten Jahr. Das Problem liege wohl eher an dem schlechten Wetter, welches bei den anstehenden Besuchern für Unmut sorge. Diesem Ärger werde dann gleich auf sozialen Plattformen Luft gemacht. «Die längste Wartezeit betrug am Mittwoch vier Stunden», erklärt der OAFF-Mediensprecher weiter. Wer jedoch bereits Stunden vor der offiziellen Türöffnung anstehe, komme natürlich auf eine viel höhere Wartezeit. Auch gebe es weniger Schlägereien als letztes Jahr - auch dafür soll der Grund beim schlechten Wetter liegen.

Von Donnerstag bis Samstag stehen unter anderem Künstler wie Outkast, Pharrell Williams und Nas auf der Bühne. Gemäss dem Wetterbericht wird es das ganze Festival hindurch regnerisch bleiben.

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