Aktualisiert 20.04.2007 14:23

Schluckt Pecik jetzt auch Sulzer?

Das Aktionariat des Winterthurer Industriekonzerns Sulzer ist in starker Bewegung. Heute Mittag wechselten ausserbörslich 707 924 Aktien die Hand. Dies entspricht einem Anteil von 19,5 Prozent an Sulzer.

697 116 dieser Aktien wechselten zwischen 11.30 und 12.00 Uhr in sechs grösseren Paketen zu jeweils 1730 Fr. ihren Besitzer. Der bezahlte Preis lag damit zwar auf dem gestrigen Schlusskurs, aber deutlich unter den knapp 1800 Franken, die zu diesem Zeitpunkt für die Sulzer-Aktien bezahlt wurden.

Sulzer-Sprecherin Verena Gölkel stellte diese Bewegungen auch fest, konnte sich aber zunächst keinen Reim darauf machen. «Wir haben nur sehr wenige Grossaktionäre», sagte sie der Nachrichtenagentur AWP. Lediglich die Deutsche Bank und Sulzer selbst hielten mehr als 5 Prozent der Aktien, sagte sie.

Als mögliche Interessenten von Sulzer-Aktien wurden in Marktkreisen in den letzten Wochen immer wieder die österreichische Beteiligungsgesellschaft Victory um Ronny Pecik oder der russische Investor Viktor Vekselberg genannt.

Um 15 Uhr notierte die Sulzer-Aktie 4,7 Prozent fester auf 1812 Franken. Dies ist ein neues Allzeihoch. Die Titel haben seit Jahresbeginn einen sehr volatilen Handelsverlauf hinter sich. Nach einem ersten spekulativen Hoch, das Ende Januar bei einem Kurs von 1810 Fr. gipfelte, verlor das Papier mit dem Abflauen der Gerüchte bis Mitte März wieder auf rund 1400 Franken.

Mitte März kamen aber erneut Gerüchte auf, Marktkreise sprachen von einem bevorstehenden Angebot von 2000 Fr. pro Aktie, worauf die Aktie innert weniger Tage deutlich anzog. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.