Im Armee-WK: Schlüssel verloren? Ab in den Knast!
Aktualisiert

Im Armee-WKSchlüssel verloren? Ab in den Knast!

Weil zwei WK-Soldaten den Schlüssel ihres Zimmers nicht mehr fanden, mussten sie eine ungemütlich kalte Nacht in einer Einzelzelle verbringen.

von
bat
Ausblick an Gitterstäbe: Wer den Schlüssel verliert, landet in der Schweizer Armee schnell mal im Knast.

Ausblick an Gitterstäbe: Wer den Schlüssel verliert, landet in der Schweizer Armee schnell mal im Knast.

So haben sich zwei WK-Soldaten ihre Nacht in einer Zürcher-Kaserne wohl nicht vorgestellt. Als sie am Montagabend einrückten und den Schlüssel für ihr Zimmer holen wollten, war dieser verschwunden. «Wir haben ihn 45 Minuten lang gesucht. Doch er war unauffindbar», sagt Simon S.*, einer der Soldaten.

Anstatt den beiden ein Ersatzbett anzubieten, wurde ihnen eine Nacht in der Arrest-Zelle aufgebrummt. «Die Zelle war unbeheizt und wir hatten noch unseren Ausgänger an. Ich habe ungefähr zwei Stunden geschlafen», so S. Nicht mal eine Bibel, die sonst in solchen Zellen zu finden ist, habe es in der Zelle gegeben. Eingesperrt seien die beiden aber nicht gewesen. «Wir konnten jederzeit raus.»

Schlüssel zu spät abgegeben

Erst am nächsten Morgen habe der Hauswart die Tür zum Zimmer wieder aufbekommen. «Ich frage mich schon, was das für eine Organisation ist. Zumal wir nicht mal in einem normalen Bett übernachten konnten», sagt S.

Die Armee bestätigt, dass die beiden Soldaten in einer Arrestzelle übernachtet haben - dies hätten sie jedoch freiwillig getan. «Den Soldaten wurde ein Bett in der Unterkunft bei einem anderen Mannschafts-Lokal angeboten. Das wollten sie jedoch nicht», sagt Armee-Mediensprecherin Karin Suini. Der Schlüssel zum Zimmer der beiden Soldaten sei am Donnerstag - später als alle anderen - in einem separaten Couvert abgegeben worden. «Dies führte dazu, dass der Schlüssel wegen Ostern erst heute Dienstagmorgen entdeckt wurde.»

*Name von der Redaktion geändert.

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