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Gewalt im SportSchluss mit Brutalo-Sport

Besonders gewalttätige Sportarten und brutale Computergames sollen in der Schweiz verboten werden. Das verlangt der Luzerner Kantonsrat in einem Vorstoss vom Bund.

Die Kampfsportart Ultimate Fighting ist dem Luzerner Kantonsparlament zu gewalttätig.

Die Kampfsportart Ultimate Fighting ist dem Luzerner Kantonsparlament zu gewalttätig.

Geht es nach dem Wunsch des Kantonsrats von Luzern sollen in

der Schweiz Kampfveranstaltungen in «Mixed Martial Arts» und «Ultimate Fighting» künftig verboten werden. Das Trainieren und Ausüben dieser extrem harten und gewalttätigen Kampfsportarten soll generell untersagt werden. Bilder von solchen Veranstaltungen dürften nicht mehr veröffentlicht werden. Eine entsprechende Standesinitiative wurde vom Parlament am Montag veraschiedet.

Die Luzerner Regierung hatte beantragt, das Trainieren und Ausüben von «Mixed Martial Arts» und «Ultimate Fighting» nur für Kinder und Jugendliche zu verbieten. Der Kantonsrat entschied aber auf Antrag von Guido Luternauer (SVP) mit 65 zu 29 Stimmen eine Verschärfung. Die Ratsminderheit hatte das generelle Verbot als rechtlich heikel und unverhältnismässig bezeichnet.

Aus für Killergames

Hart vorgehen soll der Bund auch gegen Killergames: Herstellung, Werbung, Einfuhr, Verkauf und Weitergabe von Spielen, in denen grausame Gewalttätigkeiten zum Spielerfolg beitragen, sollen verboten werden.

Der Kantonsrat begründet seinen Appell an den Bund damit, dass nur mit einer schweizweiten Lösung die Verbreitung von Gewaltdarstellungen und -verherrlichungen eingedämmt werden könnten. Die Gesellschaft habe hier Grenzen zu setzen, sagte die Grüne Monique Frey.

In der Schlussabstimmung hiess das Parlament die Standesinitiative mit 104 zu 1 Stimmen gut.

(sda)

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