Euro-Airport Basel-Mülhausen: Schluss mit dem langen Warten bei der Einreise
Aktualisiert

Euro-Airport Basel-MülhausenSchluss mit dem langen Warten bei der Einreise

Die überlangen Warteschlangen und das Chaos am Gepäckband sollen ein Ende haben: Die französischen Behörden lockern die Kontrolle bei der Einreise am Euro-Airport.

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Seit Monaten nerven sich ankommende Passagiere am Euro Airport über schier endlose Warteschlangen bei der Einreise. Es ist von Wartezeiten bis zu anderthalb Stunden die Rede.

Seit Monaten nerven sich ankommende Passagiere am Euro Airport über schier endlose Warteschlangen bei der Einreise. Es ist von Wartezeiten bis zu anderthalb Stunden die Rede.

Leser-Reporter/Leser-Reporter
Bei der Einreise war es wegen des Ausnahmezustands in Frankreich bis jetzt Vorschrift, dass alle Passagiere kontrolliert werden müssen. Nur: Mangels Personal war oft nur einer von mehreren Schaltern bedient.

Bei der Einreise war es wegen des Ausnahmezustands in Frankreich bis jetzt Vorschrift, dass alle Passagiere kontrolliert werden müssen. Nur: Mangels Personal war oft nur einer von mehreren Schaltern bedient.

Leser-Reporter
Die langen Wartezeiten hatten überfüllte Gepäckbänder und beschädigte Koffer zur Folge.

Die langen Wartezeiten hatten überfüllte Gepäckbänder und beschädigte Koffer zur Folge.

Leser-Reporter/Leser-Reporter

Die langen Wartezeiten bei der Einreise bescherten dem Euro-Airport Basel-Mülhausen schon massig schlechte Ratings und Schlagzeilen. Wegen des Ausnahmezustands in Frankreich kontrollierten die Grenzbeamten jeden Einreisenden – bis vor kurzem. Nun hat sich die Lage zumindest teilweise entspannt.

«Die Franzosen haben entschieden, dass nicht mehr jeder ankommende Passagier kontrolliert werden muss», verkündete Flughafen-Verwaltungsrat Raymond Cron im Interview mit der «bz Basel». Die Franzosen kontrollierten neuerdings risikobasiert, also je nach Herkunft des Flugs, erklärt er. Eine Nachfrage beim Flughafen, welche Destinationen davon betroffen sind, blieb am Donnerstag unbeantwortet.

Franzosen zogen Grenzpolizisten ab

Bislang waren die ausnahmslosen Kontrollen Vorschrift am Flughafen, weil dieser auf französischem Territorium steht. Aufgrund der Terroranschläge in Paris hat Frankreich im November 2015 das Schengen-System aufgehoben. Doch nicht nur das: «Im Frühling wurden französische Grenzpolizisten abgezogen, die dann im Sommer fehlten», so Cron weiter. Seit kurzem kompensieren nun aber 22 zusätzliche Grenzpolizisten in Basel diesen Abgang.

Terminal schon über Kapazitätsgrenze

Das eigentliche Problem, das für das Chaos verantwortlich ist, sieht Cron vor allem in der Infrastruktur: «Der heutige Terminal operiert über der Kapazitätsgrenze. Es wurde für fünf oder sechs Millionen Passagiere entworfen. Heute zählt der Flughafen rund acht Millionen», so Cron im Interview. Deswegen denkt man am EAP nun über eine Vergrösserung des Terminals nach. Ausserdem wird derzeit auch bei der Gepäckausgabe investiert. Dort beklagten Passagiere im Sommer wiederholt chaotische Zustände.

Gepäck-Chaos am Flughafen Basel

Weil das Gepäckband überfüllt war, wurden Koffer teilweise beschädigt. Die Passagiere steckten derzeit an der Grenzkontrolle fest.

Ein Leser filmte den Gepäckstau am Flughafen im September 2018. (Video: Leserreporter)

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