Strengere Regeln: Schluss mit dem Spotify-Abo für Freunde
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Strengere RegelnSchluss mit dem Spotify-Abo für Freunde

Durch einen Familien-Account sparen Freunde viel Geld. Spotify dagegen fehlen diese Einnahmen. Neue Nutzungsbedingungen sollen dies ändern.

von
vhu

Wer auf dem Musikstreamingdienst Spotify seine Lieblingstitel direkt und ohne Werbeunterbrechungen anhören will, kann dies nur mit einem Premium-Account. Für 12.95 Franken im Monat ist man dabei. Einigen Nutzern ist dieser Preis jedoch zu hoch.

Um Kosten zu sparen, greifen deshalb viele Freunde auf das Premium-Family-Abo von Spotify zurück: Für 19.90 Franken im Monat können bis zu sechs Mitglieder unabhängig voneinander Musik hören, das sind weniger als 4 Franken pro Kopf.

Familie ist nicht gleich Freunde

Dieses Vorgehen mag auf der Konsumentenseite gewinnbringend wirken, dem Streamingdienst entfallen dadurch aber Einnahmen. Bis anhin musste man bei Abschluss eines Family-Premium-Abos lediglich bestätigen, dass man im gleichen Haushalt wohnt.

Durch die aktualisierten Nutzungsbedingungen hat Spotify nun aber die Möglichkeit, zu prüfen, ob die angegebenen Nutzer tatsächlich Familienmitglieder sind und ihren Wohnsitz an derselben Adresse haben. So können neu die Adressen verifiziert werden, etwa mit der automatischen Adresssuche von Google Maps. Stimmt der dort eingegebene Wohnort nicht mit demjenigen des Hauptnutzers überein, kann Spotify das Abo beenden.

Umstrittenes Vorgehen

Wie Theverge.com berichtet, sei dies nicht der erste Versuch des Unternehmens, gegen Kunden vorzugehen, die die Vorteile des Family-Abos nutzten. Bereits vergangenes Jahr forderte Spotify seine Nutzer auf, ihre genauen GPS-Koordinaten zu bestätigen, beendete jedoch den Test nach kurzer Zeit aufgrund von Datenschutzbedenken.

Unklar ist jedoch, in welchem Ausmass Spotify diese Art der Kontoüberprüfung durchführen wird und ob es tatsächlich beabsichtigt, Abos zu beenden. In Foren ist man sich uneinig, ob ein Musikstreamingdienst nach dem Standort seiner Nutzer fragen darf, um das Ausnutzen seiner Angebote zu verhindern, oder ob es die Privatsphäre verletzt.

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