Nach Xhakas Ansteckung und Alba-Absage - «Schluss mit der Hetze gegen Albaner» – fordert die Junge SVP
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Nach Xhakas Ansteckung und Alba-Absage «Schluss mit der Hetze gegen Albaner» – fordert die Junge SVP

In einer Mitteilung kritisiert die JSVP Medien und Politik wegen deren angeblicher Diskriminierung von Ausländern, «insbesondere Albanern» – und verbindet das mit einer Breitseite gegen das Covid-Gesetz. Die Operation Libero findet das absurd und unglaubwürdig.

von
Joel Probst
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JSVP-Präsident David Trachsel will die «Diskriminierung von Albanern» stoppen.

JSVP-Präsident David Trachsel will die «Diskriminierung von Albanern» stoppen.

20min
Er bezieht sich dabei auf die Absage des Alba-Festivals.

Er bezieht sich dabei auf die Absage des Alba-Festivals.

20min/Michael Scherrer
Der Veranstaltung wurde zwei Tage vor Start die Bewilligung entzogen.

Der Veranstaltung wurde zwei Tage vor Start die Bewilligung entzogen.

Darum gehts

  • JSVP-Präsident David Trachsel will sich gegen die «Diskriminierung von Albanern» einsetzen.

  • Schuld an der «Hetze» sei die Politik. Trachsel fordert deshalb ein Nein zum Covid-Gesetz.

  • Laura Zimmermann von der Operation Libero findet das absurd und unglaubwürdig.

Die Junge SVP will neu die «Diskriminierung von Albanern» bekämpfen. Das schreibt JSVP-Präsident David Trachsel in einer heute verschickten Medienmitteilung: «Nach den Jungen müssen jetzt auch Ausländer und insbesondere Albaner eine abstruse Hetze über sich ergehen lassen.» Er verurteile das, so Trachsel. «Die Schuld für all unsere Probleme trägt weder das Alba-Festival noch eine Hochzeit in Serbien.»

Dann schlägt Trachsel den weiten Bogen zum Referendum gegen das Covid-Gesetz: Schuld an «Diskriminierung und Hetze» sei «die Politik, welche selbst jetzt, da alle Impfwilligen geimpft sind, nicht zur Normalität zurückkehrt», so der JSVP-Präsident. Stattdessen drohten «noch mehr Diskriminierungen und noch mehr Massnahmen». Deshalb müsse das «unaufhörliche Massnahmenregime» mit einem Nein zur zweiten Abstimmung über das Covid-Gesetz gestoppt werden.

«JSVP ist unglaubwürdig»

Dass sich die JSVP neu zur Schutzpatronin der albanischen Community aufspielt, findet Laura Zimmermann von der Operation Libero absurd. «So wie die JSVP sonst gegen die Migrationsbevölkerung hetzt, ist die angebliche Sorge um die Diskriminierung von albanischen Menschen einfach nur unglaubwürdig. Überall, wo Migrationspolitik sonst ein Thema ist, kann man die JSVP nicht brauchen.»

Neu sei diese Masche der JSVP aber nicht: «Sie bedienen sich immer mal wieder bei Argumenten der Gegner, um diese zu verdrehen und daraus abstruse eigene Schlüsse zu ziehen.» Für Zimmermann steht ausser Frage, dass die JSVP bewusst provozieren möchte und deshalb auf das Alba-Festival und nicht etwa auf das ebenfalls abgesagte Openair Frauenfeld verweist.

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