Misslungener Versuch: Schluss mit Häsli im Bärengraben
Aktualisiert

Misslungener VersuchSchluss mit Häsli im Bärengraben

Nach dem Auszug der Berner Bären in den neuen Bärenpark waren Kaninchen durch den Grossen Bärengraben gehoppelt. Da es dort aber kein Gras hat und Krähen die Kaninchen töteten, wurde der Versuch abgebrochen.

Nachdem die Bären umgezogen waren, wurde der Bärengraben für Touristen geöffnet: Ausserdem liess man Kaninchen dort hausen.

Nachdem die Bären umgezogen waren, wurde der Bärengraben für Touristen geöffnet: Ausserdem liess man Kaninchen dort hausen.

Im Grossen Bärengraben des Bärenparks Bern werden ab sofort keine Kaninchen mehr gehalten. Die Leitung des Bärenparks hat beschlossen, wegen zahlreicher Beschwerden den seit gut zwei Monaten laufenden Versuch abzubrechen.

Der Versuch war im Juni gestartet worden, weil viele Leute forderten, nach dem Auszug der Bären in den neuen Bärenpark müsse der Grosse Bärengraben wieder bewohnt sein. Also hoppelten seither kleine, putzige Tiere über die Steinquader auf dem Grund des Bärengrabens.

Probleme mit dem fehlenden Gras

Nun aber haben zahlreiche Leute gerügt, die Kaninchen könnten ja auf dem Steinboden gar nicht grasen, wie Marc Rosset, Kurator im Bärenpark und dem Tierpark Dählhölzli, auf Anfrage eine Mitteilung des Bärenparks ergänzte.

Der Versuch wurde nicht zuletzt deshalb abgebrochen, weil laut Rosset auch der Tierpark eingestehen muss, dass die Haltung nicht optimal ist. Dies allerdings nicht wegen des fehlenden Grases.

Von Krähen getötet

Kaninchen stammten aus dem Mittelmeerraum und seien sich karge Verhältnisse gewohnt, sagt Rosset. Die Tiere könnten aber im Bärengraben keine Höhlen graben.

Ein weiteres Problem war, dass Krähen der Umgebung junge Kaninchen jagten und diese manchmal vor den Augen von Kindern töteten.

(sda)

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