Schweizer «Tatort»: Schluss mit Kuhdeutsch
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Schweizer «Tatort»Schluss mit Kuhdeutsch

Mit übertriebenem Schweizer Hochdeutsch machte der «Tatort» aus Luzern die Schweiz zum Gespött. Damit ist jetzt Schluss.

von
Niklaus Riegg

Weit mehr als die Hälfte der Leser von 20 Minuten Online schämten sich ob des holprigen Schweizer-Hochdeutschs beim ersten Luzerner «Tatort». Doch die «Tatort»-Fans können aufatmen: «Zusammen mit der ARD hat das SRF entschieden, die lokale Aussprache deutlich zurückzunehmen – das Kuhdeutsch wird jetzt etwas zurückgefahren. Die Synchronisation wird nicht mehr im selben Schweizer-Hochdeutsch sein wie der erste ‹Tatort›», sagt SRF-Bereichsleiter Fiktion Urs Fitze.

Ausstrahlung 2012

Der zweite Luzerner Krimi «Skalpell» sollte ursprünglich noch dieses Jahr ausgestrahlt werden, der Sendetermin auf erst für diesen Sonntag angedacht. Doch davon ist jetzt keine Rede mehr, die nächsten Sonntage sind andere «Tatorte» eingeplant. Wird er überhaupt gesendet, nach den schlechten Kritiken von «Wunschdenken»? «Er ist von der ARD angenommen und hat den ‹Tatort›-Stempel erhalten», so Fitze. Wann er zu sehen ist, entscheidet sich am 20. Dezember: «Voraussichtlich wird er im ersten Quartal 2012 ausgestrahlt», so Fitze.

Debüt für Mayer

«Skalpell» wurde im Frühjahr in der Innerschweiz gedreht. Der Plot: Während eines Solidaritätslaufs für ein Hilfswerk wird der ärztliche Leiter des Pilatus­spitals mit einem Skalpell ermordet. Kommissar Reto Flückiger und sein Team konzentrieren sich bei ihren Ermittlungen auf das private Umfeld des Kinderchirurgen. «Skalpell» wird das Debüt von Delia Mayer als Kommissarin Liz Ritschard.

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