Aktualisiert 24.10.2018 22:20

Kampf gegen Plastikmüll

Schluss mit Röhrli und Wattestäbchen

Das EU-Parlament hat für das Verbot von Wegwerfprodukten aus Plastik gestimmt. Damit soll der Plastikmüll eingedämmt werden.

von
doz
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Die EU will den Plastikmüll eindämmen.

Die EU will den Plastikmüll eindämmen.

iStock/Georgeclerk
Zu diesem Zweck sollen Plastiktüten und Plastikgeschirr verboten werden.

Zu diesem Zweck sollen Plastiktüten und Plastikgeschirr verboten werden.

Keystone/Gaetan Bally
Aber auch Wattestäbchen sollen verboten werden.

Aber auch Wattestäbchen sollen verboten werden.

Stephan Jansen

Mit einem Verbot von Trinkhalmen, Einweggeschirr, Wattestäbchen und anderen Wegwerfprodukten aus Plastik will die EU der Verschmutzung der Ozeane durch Kunststoffmüll den Kampf ansagen. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmte das Europaparlament am Mittwoch in erster Lesung zu. Die geplante Neuregelung sieht vor, eine Reihe von Einwegprodukten, für die es bereits Alternativen gibt, ab 2021 ganz aus der EU zu verbannen.

Plastikflaschen sollen der Vorlage zufolge separat gesammelt werden. Ausserdem sollen die Mitgliedsstaaten die Auflage bekommen, bis 2025 Einweg-Plastikflaschen zu 90 Prozent zu recyclen.

Die Umweltminister der EU-Staaten wollen sich nach Angaben eines Diplomaten in Brüssel noch vor Jahresende auf eine gemeinsame Position verständigen. Anschliessend können die Verhandlungen zwischen Vertretern des Parlaments, der Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission beginnen. Über die neue Richtlinie entscheiden das Europaparlament und die EU-Staaten gemeinsam. (doz/sda)

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