Abercrombie&Fitch: Schluss mit Sixpacks und Bikinischönheiten
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Abercrombie&FitchSchluss mit Sixpacks und Bikinischönheiten

Die Modemarke die bei uns in erster Linie wegen ihres einseitigen Schönheitsideals bekannt ist, will ihr Image ändern. Modefachleute fragen sich aber, was dann noch bleibt.

Solche Models soll es vor dem A&F-Läden nicht mehr geben.

Solche Models soll es vor dem A&F-Läden nicht mehr geben.

Abercrombie&Fitch will auf eines seiner Markenzeichen verzichten und dünn bekleidete Muskelprotze und Bikini-Schönheiten aus seinen Läden verbannen. Diese standen in Geschäften des kriselnden US-Modelabels in aller Welt bislang im Eingangsbereich, um Kunden mit strahlendem Lächeln, Sixpack und den Worten «Hi guys, what's going on?» zu begrüssen.

Mit dem sexy Image ist nun Schluss, wie das in Ohio ansässige Unternehmen am Freitag bekanntgab. Mitarbeiter in den Geschäften würden fortan nicht mehr «basierend auf Körpertyp oder physischer Attraktivität» angeheuert werden. Die Angestellten hiessen nicht mehr länger «Models», sondern «Markenvertreter». Sie dürften in der Wahl ihrer Outfits und ihres Auftretens zudem individueller sein, nachdem die bisherige Richtlinie war, dass Eyeliner, bestimmte Frisuren und andere Dinge tabu waren.

Ausser Sex keine Strategie

Umgesetzt werden sollen die Schritte Ende Juli. Dann gebe es auch keine «sexualisierten» Bilder in Marketingmaterial, auf Geschenkkarten und Einkaufstaschen mehr, hiess es.

Abercrombie&Fitch steckt seit längerem in der Krise und will sein bisheriges Image loswerden. Modefachleute fragen sich allerdings, mit welcher Strategie der Konzern ansonsten Kunden in seine Läden locken will. In dem Unternehmen ist neben Abercrombie auch die Modemarke Hollister zu Hause. (sda)

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