Der neue Toyota Prius ist endlich cool

Windschnittig wie eh und je, aber mit sportlichen Proportionen und moderner Designsprache: Die fünfte Generation des Prius ist auch optisch spannend.

Windschnittig wie eh und je, aber mit sportlichen Proportionen und moderner Designsprache: Die fünfte Generation des Prius ist auch optisch spannend.

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Neuer Toyota PriusSchluss mit spiessig –  der Prius wird endlich cool

Bei Design und Fahrdynamik konnte der Hybridpionier bislang nur schwer überzeugen. Die Neuauflage hat Potential, das zu ändern. 

von
Holger Holzer

Vom windschlüpfigen Sparmobil zum dynamischen Teilzeitstromer: In der fünften Generation legt Toyotas Hybridpionier Prius dank sportlich-eleganter Optik und verdoppelter Leistung endgültig jegliche Betulichkeit ab. Die Markenikone hat diese Woche parallel in Japan und auf der Auto Show in Los Angeles ihre Weltpremiere gefeiert, in die Schweiz kommt sie voraussichtlich im Frühling 2023 – und zwar nur mit Plug-in-Hybridantrieb. Zu den Preisen machen die Japaner noch keine Angaben.

Alles neu

Aerodynamisch gestaltet war der Prius schon immer, doch in der Neuauflage sieht das auf geringen Luftwiderstand getrimmte Karosseriekleid erstmals richtig cool aus. Als Basis dient die zweite Generation der TNGA-Plattform des Konzerns, die eine flachere Silhouette und einen niedrigeren Schwerpunkt möglich macht. Obwohl die Gesamtlänge um fast fünf Zentimeter auf 4,60 Meter geschrumpft ist, hat der Radstand um den gleichen Wert zugelegt. Im Ergebnis steht der Viertürer deutlich satter auf der Strasse als zuvor. Dem neuen Designstil der Marke entsprechend, finden sich an der Front sehr schmale Scheinwerfer, das Heck wird von einem Leuchtenband geprägt. 

Die Abrisskante am Heck ist charakteristisch, neu trägt der Prius darunter ein durchgehendes Leuchtenband. 

Die Abrisskante am Heck ist charakteristisch, neu trägt der Prius darunter ein durchgehendes Leuchtenband. 

Toyota
Der Innenraum ist überwiegend in Schwarz gehalten, das Cockpit wird digitaler.

Der Innenraum ist überwiegend in Schwarz gehalten, das Cockpit wird digitaler.

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Ein optionales Solardach soll bis zu 1250 Kilometer Reichweite pro Jahr hinzusteuern.

Ein optionales Solardach soll bis zu 1250 Kilometer Reichweite pro Jahr hinzusteuern.

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Der Innenraum ist überwiegend in Schwarz gehalten. Die Instrumente hinter dem Lenkrad sind als kleiner Digital-Bildschirm ausgeführt, in der Mittelkonsole findet sich ein weiteres Display, das für aktuelle Verhältnisse eher klein ausfällt. Für die Bedienung der Klimaanlage gibt es weiterhin physische Knöpfe und Schalter. 

Beim Antriebsprogramm verzichtet Toyota in Europa auf den klassischen Vollhybridantrieb – der bleibt Corolla, Yaris und RAV4 vorbehalten. Stattdessen steckt unter der Haube ein Plug-in-Hybrid, bei dem an der Vorderachse ein 2-Liter-Vierzylinder mit einen E-Motor zusammenarbeitet. Gemeinsam stellen sie 164 kW/223 PS zur Verfügung, rund 100 PS mehr als im Vorgängermodell. Auch die elektrische Reichweite soll sich in etwa verdoppeln. Genaue Angaben dazu macht der Hersteller genauso wenig zum Normverbrauch und zu den Fahrleistungen, rund 80 bis 90 Kilometer sollten mit einer Akkuladung aber drin liegen. Die Energie dafür steckt in einem auf 13,6 kWh gewachsenen Akku, der per Kabel oder über das optionale Solardach geladen wird. Dieses soll gemäss Toyota eine Gratis-Reichweite bis zu 1250 Kilometer pro Jahr ermöglichen.

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