Dicke Kinder: Schluss mit süsser TV-Werbung
Aktualisiert

Dicke KinderSchluss mit süsser TV-Werbung

Was in Grossbritannien bereits gesetzlich verankert ist, wird nun auch in Deutschland gefordert: Ein Fernseh-Werbeverbot für Süssigkeiten vor 20 Uhr.

Um dem Problem der immer dicker werdenden Kinder entgegenzuwirken, hat Englands Regierung bereits vor einem Jahr ein Verbot von Werbung für ungesunde Esswaren und Getränke während der Ausstrahlung von Programmen für Kinder erlassen.

Gleiches fordert nun in Deutschland Bärbel Höhn, Vize-Fraktionschefin der Grünen. Von der Bundesregierung verlangt sie konkrete Massnahmen gegen Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Der Nationale Aktionsplan Ernährung, über den das Kabinett gestern beraten hat, hält Höhn laut dcrs.de nicht für ausreichend.

Höhn: «Der Aktionsplan packt das Problem nicht an den Ursachen, sondern es werden hauptsächlich Alibi-Massnahmen vorgeschoben. Übergewichtige Kinder werden so nicht erreicht.»

Süsses erst ab 20 Uhr

Höhn würde Werbung für Süssigkeiten im TV am liebsten ganz verbieten, oder zumindest vor 20 Uhr. Damit greift sie eine Forderung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) auf, die beretis im Rahmen ihres diesjährigen 125-Jahre-Jubiläums solche Werbung als «nicht akzeptabel» bezeichnet hat und Einschränkungen forderte.

Die Grüne Bärbel Höhn weiter: «Grossbritannien hat deswegen bereits seit längerer Zeit Werbung für Süssigkeiten vor 20 Uhr im Fernsehen verboten».

Würden Sie ein solches Werbe-Verbot in der Schweiz begrüssen und denken Sie, dass damit der Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen entgegen gewirkt werden kann? Stimmen Sie ab.

Und überhaupt, wieso bei den Süssigkeiten belassen? Sollten nicht noch andere Werbungen am TV und sonst wo verboten werden? Ihr Vorschlag und Ihre Kommentare gehören ins TalkBack.

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