Natalie Rickli : Schmäh-Song-Rapper werden härter bestraft

Aktualisiert

Natalie Rickli Schmäh-Song-Rapper werden härter bestraft

In einem Musikvideo beleidigten fünf Rapper SVP-Nationalrätin Natalie Rickli scharf. Dafür wurden sie bereits verurteilt, doch nun kriegen sie eine härtere Strafe.

von
fss
1 / 3
Gegen die Musiker, die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli in einem Song sexistisch beleidigt haben. wurde ein neues Urteil gefällt.

Gegen die Musiker, die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli in einem Song sexistisch beleidigt haben. wurde ein neues Urteil gefällt.

Keystone/Alessandro Della Valle
Nachdem sie bereits 2017 wegen Beleidung verurteilt wurden, führte das Obergericht ausserdem noch die üble Nachrede dazu. Das Problem der Staatsanwaltschaft: Die Musiker wurden wegen sexueller Belästigung freigesprochen.

Nachdem sie bereits 2017 wegen Beleidung verurteilt wurden, führte das Obergericht ausserdem noch die üble Nachrede dazu. Das Problem der Staatsanwaltschaft: Die Musiker wurden wegen sexueller Belästigung freigesprochen.

Keystone/Walter Bieri
Nun überlegt die Staatsanwaltschaft den Prozess ans Bundesgericht zu ziehen.

Nun überlegt die Staatsanwaltschaft den Prozess ans Bundesgericht zu ziehen.

Keystone/Patrick Huerlimann

2016 wurde in der Kommentarspalte der Facebook-Seite von Natalie Rickli ein Song gepostet. Im Lied, das den Titel «Natalie Rikkli» trägt, wurde die SVP-Nationalrätin sexuell beleidigt und beschimpft.

Dafür wurden fünf Musiker 2017 von einem Regionalgericht verurteilt. Allerdings nicht wegen sexueller Belästigung, sondern wegen Beschimpfung. Sie wurden zu einer Geldstrafe von einigen hundert Franken verbrummt.

Die Staatsanwaltschaft zog den Entscheid des Regionalgerichts weiter. Am 18. Dezember wurde das Urteil, dass noch nicht öffentlich ist, gefällt. Dem «SonntagsBlick» lag der Entschluss des Richters vor. Nun ist klar: Die fünf Musiker erhalten eine härtere Strafe. Zuzüglich zur Beschimpfung werden sie auch wegen übler Nachrede verurteilt. Von der sexuellen Belästigung wurden die Rapper erneut freigesprochen.

Urteil wird möglicherweise weitergezogen

Im Urteil wird der Grund angegeben, weshalb die Musiker nicht wegen sexueller Belästigung verurteilt werden. Die Zeitung zitiert aus dem Urteil: «Ihr (Natalie Rickli) stand es – im Gegensatz zu direkten Äusserungen gegenüber ­einem anwesenden Opfer – offen, den Text anzuhören bzw. zu lesen oder dies zu unterlassen.» Einfacher gesagt: Rickli hätte das Lied nicht hören müssen.

Die Berner Staatsanwaltschaft prüft nun ob sie das Urteil ans Bundesgericht weiterziehen. Bis Mitte Januar soll der Entscheid folgen.

Deine Meinung