Aktualisiert 27.11.2009 11:09

Impfungen

Schmerzmittel können Wirkung herabsetzen

Wer sich in diesen Tagen gegen die Grippe oder eine andere Erkankung immunisieren lassen will, sollte die Nebenwirkungen nicht mit Medikamenten bekämpfen.

von
rre/ap

Wer sich gegen die Grippe impfen lassen möchte, sollte sich auftretende Nebenwirkungen wie erhöhte Temperatur, Schmerzen an der Einstichstelle oder Schwächegefühle nicht mit rezeptfreien Medikamenten wie Ibupfoen, Paracetamol oder Aspirin bekämpfen. Auch von der Einnahme vor dem Pieks rät der Immunologe Richard Phipps von der Universität Rochester (USA) unbedingt ab. Während eines Ärztekongresses im mexikanischen Cancún erklärte der Medizinier, dass

dadurch die B-Lymphozyten des Immunsystems in ihrer Fähigkeit zur Produktion von Antikörpern beeinträchtigt würden.

Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte sowie die Deutsche Lungenstiftung warnen davor, sogenannte nicht-steroidale anti-inflammatorische Medikamente (NSAID) vor und unmittelbar nach der Imfpung einzunehmen.

Neben den neusten Forschungsergebnissen des Immunologen Richard Phipps wurde auch bei anderen Immunisierungen ein Abschwächen des Impfschutzes beobachtet. Dazu gehören Impfungen gegen Pneumokokken, Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten. Am stärksten beeinflussen demnach die Schmerzmittel die Impfwirkung, wenn sie gleichzeitig mit den ersten Anzeichen einer Entzündungsreaktion nach einer Impfung - also etwa einer Rötung oder Schwellung, Schmerzen oder Fieber - eingenommen werden.

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