Aktualisiert 21.04.2006 20:43

Schmerzmittel Vioxx hat wieder getötet

Im Rechtsstreit über die Risiken von Vioxx hat der US-Pharmakonzern Merck erneut eine Niederlage erlitten und muss 32 Millionen Dollar für den Tod eines Texaners zahlen.

Ein Geschworenengericht in Rio Grande City im Staat Texas verurteilte das Unternehmen am Freitag wegen des Todes einen 71-jährigen Rentners zu Schadenersatz und einer Strafzahlung von insgesamt 32 Millionen Dollar (50 Millionen Franken). Merck kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Der 71-Jährige hatte im April 2001 einen tödlichen Herzinfarkt erlitten, nachdem er einen Monat lang Vioxx eingenommen hatte. Der Pharmakonzern sieht keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme des Schmerzmittels und dem Herzinfarkt des Mannes, der bereits mehr als 20 Jahre lang Herzprobleme hatte.

Merck hat bislang drei Haftungsprozesse wegen Vioxx verloren und drei gewonnen. Insgesamt sind 11.500 Klagen anhängig. Vioxx wurde Millionen Patienten weltweit verschrieben, bis Merck das Medikament im Jahr 2004 vom Markt nahm. (dapd)

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