Aktualisiert 02.09.2006 06:23

Schmid: Waffen sollen zu Hause bleiben

Bundesrat Schmid verteidigte in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» das Aufbewahren der Dienstwaffen zu Hause. Bei einem Terroralarm müssten schnell bewaffnete Soldaten im Einsatz sein.

Die Armee sei nicht für die Probleme der Gesellschaft verantwortlich, sagte der Verteidigungsminister in einem Interview des Zürcher «Tages-Anzeigers» weiter. Der «Tages-Anzeigers» hat ihn mit den Erkenntnissen einer neuen Studie konfrontiert, wonach die geringere Verfügbarkeit von Schusswaffen die Selbstmordrate senken könnte. «Mit dem Einlagern von persönlichen Dienstwaffen ist das zu Grunde liegende gesellschaftliche Problem nicht zu lösen», sagte Schmid. Eine Person, die sich oder andere töten wolle, werde immer eine Möglichkeit finden. Trotz der veränderten Bedrohungslage bestehe in der Milizarmee nach wie vor ein militärisches Bedürfnis nach Aufbewahrung der Ausrüstung zu Hause. Zum Beispiel wenn ein grösserer Schutzauftrag zum Schutz von Flughäfen oder Bahnhöfen rasch zu erfüllen wäre. Schmid bekräftigte damit die Haltung des Bundesrats, der es in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss angelehnt hatte, das Aufbewahren der Dienstwaffe zu Hause zu verbieten. Die Antwort war am gleichen Tag veröffentlicht worden wie die Studie der Universität Zürich über den Zusammenhang von Selbstmordhäufigkeit und Verfügbarkeit von Schusswaffen.

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