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GemeinderatswahlenSchmidt als Berner Stapi nominiert

Ohne grosse Gegenstimmen wurde der Berner Finanzdirektor Alexandre Schmidt (FDP) am Montagabend von seiner Partei für die Gemeinderats- und Stapiwahlen nominiert.

Der Berner Finanzdirektor Alexandre Schmidt will Stapi werden. Er wird damit zum Konkurrenten von SP-Frau Ursula Wyss.

Der Berner Finanzdirektor Alexandre Schmidt will Stapi werden. Er wird damit zum Konkurrenten von SP-Frau Ursula Wyss.

Keystone/Peter Schneider

Der Stadtberner Finanzdirektor Alexandre Schmidt kann seinen Wahlkampf für die Berner Wahlen von diesem Herbst starten. Seine Partei hat ihn am Montagabend wie erwartet für die Gemeinderats- und Stadtpräsidiumswahlen nominiert.

Die FDP der Stadt Bern tat dies ohne Stimmen auszuzählen, sondern einfach mit einem starken Applaus und in einem Zug. Schmidt hatte zuvor in einer Rede gesagt, er würde sich als Stadtpräsident für eine vielfältige Stadt Bern einsetzen. Die Linke wolle eine Stadt «voller Velo fahrender Genossenschafter». Die Menschen wollten aber nicht Gleichmacherei, sondern Freiheit.

Schmidt sitzt seit Anfang 2013 in der Berner Stadtregierung. Der bald 46 Jahre alte Berner Gemeinderat war früher Direktor der Eidgenössischen Alkoholverwaltung und persönlicher Mitarbeiter der Bundesräte Hans-Rudolf Merz und Kaspar Villiger.

FDP spannt mit EDU zusammen

Parteipräsident Philippe Müller gab an der Versammlung bekannt, dass die FDP-Spitze und der Präsident der EDU der Stadt Bern eine gemeinsame Gemeinderatsliste vereinbart haben. Damit hat die FDP nun also doch noch einen Partner gefunden, nachdem sich die SVP für einen Alleingang ausgesprochen hatte.

Laut Müller wird EDU-Präsident Beat Gubser auf der Liste kandidieren. Die FDP-Basis gab der FDP-Parteileitung die Kompetenz, die weiteren FDP-Nominationen aus Zeitgründen selber zu bestimmen oder aber an einer noch anzusetzenden ausserordentlichen Versammlung noch der Partei vorzulegen.

GFL-Support «kein Störversuch»

Müller hatte im vergangenen November öffentlich gesagt, er wünsche sich eine Stadtpräsidiumskandidatur des ehemaligen Berner Statthalters Alec von Graffenried von der Grünen Freien Liste (GFL). Damit sorgte er bei Schmidt für Erstaunen.

Darauf angesprochen, sagte Müller am Rand der Versammlung auf Anfrage, diese Aussage sei nicht als Versuch zu werten, das Rot-Grün-Mitte-Bündnis (RGM) durcheinanderzubringen. Ihm sei es darum gegangen, im Interesse der Stadt Bern auf rot-grüner Seite eine Alternative zu Ursula Wyss (SP) zu fördern.

Die FDP stehe zu Schmidts Kandidatur. Doch sei es nicht auszuschliessen, dass sich RGM bei der Stadtpräsidiumswahl erneut durchsetze.

(sda)

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