Luzern: «Schmiede» am Pilatusplatz?

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Luzern«Schmiede» am Pilatusplatz?

Der Luzerner Stadtrat will Alternativen zum Abbruch des Restaurants «Schmiede» prüfen. Geklärt werden soll auch die Möglichkeit einer Verschiebung des Gebäudes am Pilatusplatz.

In einer Petition hatten sich über 6000 Personen für die Rettung der «Schmiede» eingesetzt. Noch vor den Sommerferien hatte der Stadtrat auf den Abbruch des Gebäudes aus dem frühen 19. Jahrhundert gesetzt. Nachdem er zuvor das angebaute Nebengebäude abreissen liess und damit auch den volkstümlichen Spunten in seiner Statik gefährdete. Der Mietvertrag mit dem Wirt läuft denn auch Ende Jahr aus.

Doch der angekündigte Abbruch stiess auf Opposition. Kein Geheimnis ist, dass das Verschwinden der «Schmiede» durchaus im Interesse des Stadtrates ist, der den Pilatusplatz schon lange neu gestalten möchte. Letzte Woche reichte das Komitee «Rettet die Schmiede» seine Petition mit über 6000 Unterschriften ein.

Vorstoss im Stadtparlament

Auch im Stadtparlament wurde dazu eine Interpellation eingereicht. In seiner Antwort vom Donnerstag beschwört der Stadtrat einmal mehr das grosse «Entwicklungspotenzial» des Pilatusplatzes. Er könne als Impulsgeber für die Innenstadt dienen und die angrenzenden Quartiere besser verbinden.

Diese Ziele seien mit der «Schmiede» nicht umsetzbar, hält der Stadtrat fest. Deshalb strebe er «im Interesse einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung eine Neubebauung» an. Die starke Bewegung gegen den Abbruch hat ihn jetzt aber doch veranlasst, Alternativen zu prüfen.

So wurde eine Zustandsanalyse mit Kostenschätzung für eine Sanierung respektive eine Verschiebung des Gebäudes in Auftrag gegeben. In einer weiteren Analyse werden die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten der «Schmiede» untersucht. Die Ergebnisse beider Abklärungen sollen bis Ende September vorliegen.

(sda)

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