Weihnachtszeit: Schmutziges Geschäft mit Hundewelpen
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WeihnachtszeitSchmutziges Geschäft mit Hundewelpen

Fliegende Hundehändler wittern das Weihnachtsgeschäft und verscherbeln in der Ostschweiz Welpen: Diese leiden Qualen.

von
upz
Ein Chihuahua wird auf offener Strasse zum Kauf angeboten.

Ein Chihuahua wird auf offener Strasse zum Kauf angeboten.

Welpen sind herzig – und deshalb ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Das machen sich in der Ostschweiz skrupellose Hundehändler zu Nutze: Sie bieten auf offener Strasse ­Welpen zu Preisen an, die weit unter dem Marktwert liegen. «Gerade in der Vorweihnachtszeit werden solche Händler ­besonders aktiv», sagt Janice Salanitri, Tierschutzbeauftragte der St. Galler Stadtpolizei.

So wurden kürzlich in der St. Galler Innenstadt vier Pitbull-Welpen an Passanten angeboten. Die Polizei warnt: Dieser «Hausierhandel» mit Hunden ist illegal. «Ausserdem sind die Tiere meist nicht geimpft und haben keinen Hundepass», so Salanitri. Laut Polizei werden die Welpen meist aus dem Ausland eingeschmuggelt. Die Händler werden sie auf Raststätten, Parkplätzen oder vor Einkaufszentren los. Beliebt sind vor allem kleine Rassen wie Mops, Malteser, Papillon oder Chihuahua.

Welpen im Plastiksack

Die St. Galler Tierschützerin Edith Zellweger kennt das schmutzige Geschäft mit den ausländischen Hundewelpen: «Die Tiere kommen aus Qualzuchten aus Osteuropa. Viel zu jung werden sie von ihrer Mutter getrennt und teils in Plastiksäcken transportiert.» Viele überleben den strapaziösen Transport nicht. Vor Weihnachten liessen sich viele leichtsinnig auf einen illegalen Kauf ein: «Ein paar Monate später sind die Hunde dann im Tierheim», sagt Zellweger.

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