Lieber Phil Geld: Schnäppchen: Tauchkurs fällt ins Wasser
Aktualisiert

Lieber Phil GeldSchnäppchen: Tauchkurs fällt ins Wasser

Timo (27) hat auf einem Schnäppchen-Portal eine Verbilligung für einen Tauchkurs erstanden. Vor Verfallsdatum des Gutscheins ist aber kein Kurs mehr frei sein. Ein Fall für «Geld zurück»?

Tauchfrust statt Tauchvergnügen - der Kurs findet nicht statt.

Tauchfrust statt Tauchvergnügen - der Kurs findet nicht statt.

Lieber Phil Geld,

Vor kurzem habe ich auf einem Rabatt-Portal einen Gutschein für einen Tauchkurs erstanden, mit dem ich noch die Hälfte des ursprünglichen Preises zahlen müsste. Der Gutschein ist sechs Monate gültig. Nun habe ich mit dem Tauchkursanbieter Kontakt aufgenommen, um den Coupon einzulösen. Doch dieser gab an, mir innerhalb der Frist keinen Kurs mehr anbieten zu können. Kann ich mein Geld zurückverlangen?

Lieber Timo

Als Erstes solltest du versuchen, mit dem Anbieter des Tauchkurses eine Einigung zu erzielen. Denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Schnäppchen-Portale steht meistens, sie seien lediglich Vermittler und übernehmen keine Haftung für die Erfüllung der Leistung. Somit ist in erster Linie der Tauchveranstalter für die Erbringung zuständig.

Falls mit dem Anbieter kein befriedigendes Ergebnis erzielt wird, ist der Portalbetreiber die nächste Anlaufstelle. Am besten schreibst du eine Meldung an den Portalbetreiber und legst ihm deinen Fall dar. Gemäss der Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, Sara Stalder, kann man von den Portalbetreibern wie Groupon sein Geld zurückfordern, wenn der Gutschein nicht eingelöst werden kann. Zudem sollten sich Geprellte nicht abschrecken und mit einem neuen Gutschein abspeisen lassen.

Kunden dürfen auf eine Barauszahlung ihres Geldes bestehen. Ein Rabatt-Portal ist nämlich auch daran interessiert, dass seine Kunden zufrieden sind. Reklamationen kosten sie nämlich Geld und Glaubwürdigkeit.

Parallel dazu kannst du ebenfalls den Konsumentenschutz direkt in dieser Angelegenheit kontaktieren – das gibt deinem Bestreben noch etwas mehr Gewicht. Die Ansprechpartner beim Konsumentenschutz findest du auch im Internet unter der Adresse www.konsumentenschutz.ch.

Sara Stalder betont aber, dass Rabattjäger auf Schnäppchen-Portalen beim Eintauschen der Gutscheine auf Einschränkungen vorbereitet sein müssen. Vor allem an Hotelübernachtungen sind oft spezielle Bedingungen geknüpft.

Deshalb sollte man sich vor dem Kauf gut informieren und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam durchzulesen. Auch ist es sinnvoll, die Seite des Anbieters zu konsultieren und einen Preisvergleich mit anderen Portalen vorzunehmen. So entlarvt man schlechte Deals bereits im Voraus.

Freundlich grüsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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