Schnee führt zu Rutsch-Chaos auf CH-Strassen
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Schnee führt zu Rutsch-Chaos auf CH-Strassen

Die starken Schneefälle am Montag haben die Strassen in der Nacht auf Dienstag vielerorts zu Rutschbahnen verwandelt. Die Polizeistellen meldeten über 100 Unfälle, dazu kamen ungezählte Rutschpartien. Mehrere Personen wurden verletzt.

Das Chaos setzte ein, nachdem am Montagnachmittag die Schneefälle immer stärker geworden waren und die Temperaturen weiter sanken. Der Feierabendverkehr wurde vielerorts zur Rutschpartie. Allein im Kanton Zürich zählte die Polizei bis Dienstagmittag 54 Unfälle. Der Grossteil davon ereignete sich bereits am Montagabend, wie Kantonspolizei-Sprecherin Cornelia Schuoler auf Anfrage sagte. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden; eine Person wurde leicht verletzt.

Auch im Baselbiet standen die Räumungsequipen und die Polizei im Dauereinsatz. Kritisch war die Situation vor allem auf der Autobahn H18 und im oberen Baselbiet, wie die Kantonspolizei Basel-Landschaft mitteilte. Zwischen Arisdorf und Liestal blieb ein Linienbus vorübergehend stecken. Bei zahlreichen Unfällen und Rutschpartien wurden laut Mitteilung mehrere Menschen leicht verletzt. Am Dienstag normalisierte sich die Situation im Laufe des Vormittags sehr rasch.

Die St. Galler Kantonspolizei verzeichnete 27 Unfälle. Meist seien die Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs gewesen und deshalb auf dem Schnee ins Schleudern geraten, hiess es in der Mitteilung. Auf den Autobahnen A13 im Werdenberg bei Haag und der A3 im Sarganserland bei Mels prallten am Montagabend innerhalb von anderthalb Stunden 15 Autos ineinander oder in die Leitplanken.

Eine Serie von Unfällen mit drei Leichtverletzten meldete die Nidwaldner Kantonspolizei. Auf der Autobahn in Hergiswil prallte ein schleudernder Sattelschlepper gegen eine Mauer. In Buochs kamen sich am Dienstagmorgen ein Last- und ein Lieferwagen in die Quere. Der Sachschaden belief sich insgesamt auf rund 120.000 Franken.

Im Berner Jura geriet eine Autofahrerin bei Roches auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Lastwagen; die Lenkerin und ihre Beifahrerin mussten verletzt ins Spital gebracht werden. Im Kanton Solothurn rutschte eine Frau mit ihrem Auto zwischen Nuglar und St. Pantaleon ein 50 Meter hohes Waldbord hinunter und wurde ebenfalls verletzt.

Im Kanton Glarus geriet auf der Autobahn A3 ein Geländewagen mit Anhänger bei der Einfahrt in den Kerenzerbergtunnel ins Schleudern und prallte gegen die Tunnelwand. Das Fahrzeug kippte und blockierte eine Fahrbahn für eineinhalb Stunden. In der Folge kam es zu einer Auffahrkollision, die für drei Autos mit Totalschaden endete. (dapd)

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