Aktualisiert 05.03.2008 17:12

Schnee und Eisglätte führten zu Verkehrschaos

Schneefälle und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt haben auf den Schweizer Strassen am Mittwochvormittag zu Verkehrsunfällen und teilweise chaotischen Situationen geführt.

Meist ist es jedoch bei Blechschaden geblieben, wie die Polizeistellen meldeten.

Der Wintereinbruch hat Automobilisten in weiten Teilen der Schweiz ins Schleudern gebracht. Ein «Chaos» auf den Zürcher Strassen meldete die Zürcher Kantonspolizei. Betroffen war insbesondere das Zürcheroberland und das Sihltal. Bei Unfällen wurden laut Polizeiangaben einige Personen leicht verletzt. Die Strasse über den Hirzel wurden bis auf weiteres gesperrt.

Im Kanton St. Gallen blieb es es gemäss Kantonspolizei bei Blechschäden. Auf der A1 bei Wil kam der Verkehr nach einer Streifkollision nach 09.00 Uhr zum Stillstand: Die Lastwagen konnten in der leichten Steigung nicht mehr anfahren, wie Sprecher Hans Eggenberger sagte. Bei Kalthäusern (TG) kam ein Lastwagenlenker um 09.00 Uhr von der Strasse ab, worauf sich sein Fahrzeug überschlug. Der Mann wurde verletzt.

In Delsberg stellte sich der Anhänger eines Lastenzugs auf der Strasse quer, worauf es zur Kollision mit zwei Autos kam. Dabei wurden zwei Autolenkerinnen verletzt, der Chauffeur blieb unversehrt.

Bereits in der Nacht auf Mittwoch ereigneten sich Selbstunfälle auf den rutschigen Strassen. Auf der A12 im freiburgischen Sorens kippte ein Lieferwagen mit Anhänger, wobei der Lenker leicht verletzt wurde. Auf der A2 bei Buochs (NW) geriet eine Autolenkerin ins Schleudern. Der Wagen prallte in die Böschung, wobei die beiden Autoinsassinnen leicht verletzt wurden. Auch bei Kirchberg (BE) kam ein Fahrzeug ins Rutschen und überschlug sich mehrmals. Der Lenker wurde aus dem Wagen geschleudert und verletzt.

In den Niederungen fielen bis zu fünf Zentimeter Schnee, sagte Daniel Murer von MeteoSchweiz. Diese dürften im Lauf des Tages wegschmelzen. Die Tiefsttemperaturen lagen im Schnitt bei minus einem Grad. In den Voralpen wurden zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee registriert. Mit 24 Zentimetern wurde in Langnau im Entlebuch die höchste Neuschneemenge verzeichnet, wie Murer sagte. In den höheren Lagen fielen mancherorts bis zu 30 Zentimeter Schnee. Hier lagen die Temperaturen laut Murer auch deutlich tiefer; auf dem Jungfraujoch wurden minus 23 Grad, auf dem Corvatsch und dem Titlis minus 20 Grad gemessen.

Mit Bise erwarteten die Meteorologen an den zentralen und östlichen Voralpen am Mittwoch noch weitere Schneefälle. Nach Temperaturen von minus acht bis minus fünf Grad in der Nacht zum Donnerstag sollte es ab Freitag wieder milder werden. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.