Aktualisiert 30.05.2006 05:10

Schnee und Regen machen der Schweiz zu schaffen

Der Wonnemonat Mai verabschiedet sich in der Schweiz mit Schnee und Regen. In der Nacht zum Dienstag sank die Schneefallgrenze teilweise unter 1000 Meter. In Bern wurde gestern abend eine vorsorgliche Hochwasserwarnung erlassen.

Winterliche Verhältnisse herrschten in Lagen am Dienstagmorgen oberhalb von 1000 Metern Höhe. Schneetreiben wurde nach Auskunft der MeteoSchweiz bis auf 900 Meter hinunter beobachtet. Graupelschauer gab es sogar in tiefen Lagen wie am Hauptsitz der «Wetterfrösche» von Meteoschweiz auf 556 Metern Höhe am Zürichberg. Bis Dienstagabend erwarteten die Meteorologen oberhalb von 1200 Metern Höhe eine Neuschneedecke von bis zu 25 Zentimetern.

In den Alpen mussten die Pässe Grimsel und Nufenen vorübergehend gesperrt werden. Schneebedeckte Fahrbahnen wiesen auch die Pässe Albula, Flüela, Forclaz, Gotthard und Oberalp auf.

In tieferen Lagen fielen seit Sonntag zum Teil grosse Regenmengen. Im Berner Mattequartier lösten die Behörden erstmals den SMS-Alarm aus, der nach den verheerenden August-Überschwemmungen vom letzten Jahr eingeführt worden war. Um 21.00 Uhr erhielten die Bewohner von der Feuerwehr folgende Warnung per SMS: «Aare stark am ansteigen. Eindringen von Grundwasser möglich. Keller kontrollieren, eventuell vorsorglich räumen. Bitte Info an Nachbarn». Die Lage blieb aber vorerst ruhig und die Füsse trocken, wie eine Bewohnerin meldete. Der SMS-Warndienst ist erst seit einigen Wochen in Betrieb.

Die Wassermengen machten auch andernorts zu schaffen. So trat in Stans ein Bach über die Ufer und machte einen Einsatz der Feuerwehr nötig. Im Entlebuch musste die Verbindungsstrasse Entlebuch - Schachen wegen Erdrutschgefahr bis auf weiteres gesperrt werden.

Eine Wetterbesserung war vorerst nicht in Sicht. Die Meteorologen rechneten bis gegen das Pfingstwochenende sehr kalten Temperaturen für die Jahreszeit. (dapd)

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