St. Gallen: Schneeball-Werfer tötet wertvolle Ente
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St. GallenSchneeball-Werfer tötet wertvolle Ente

In der Voliere St. Gallen wurde ein Kolbenenten-Männchen durch einen Schneeball getötet. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

von
juu
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Vergangenen Dienstag (12.02.2019) warfen Unbekannte Schneebälle in die Entenanlage der Voliere in St.Gallen.

Vergangenen Dienstag (12.02.2019) warfen Unbekannte Schneebälle in die Entenanlage der Voliere in St.Gallen.

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«Ein Kolbenenten-Männchen wurde durch einen Schneeball tödlich getroffen und verendete im Wasser», sagt Christian Müller, Präsident der Voliere St.Gallen.

«Ein Kolbenenten-Männchen wurde durch einen Schneeball tödlich getroffen und verendete im Wasser», sagt Christian Müller, Präsident der Voliere St.Gallen.

juu
Bereits zuvor kam es in der Voliere des Öfteren zu Todesfällen durch Schneeballwürfe. Deshalb sei vor einigen Jahren zum Schutz der Tiere ein Zaun errichtet worden.

Bereits zuvor kam es in der Voliere des Öfteren zu Todesfällen durch Schneeballwürfe. Deshalb sei vor einigen Jahren zum Schutz der Tiere ein Zaun errichtet worden.

juu

«Wir dachten eigentlich, dass durch den Bau des Zaunes endlich Ruhe sein würde», sagt Christian Müller, Präsident der Voliere-Gesellschaft St.Gallen. Bereits zuvor sei es in der Voliere des öfteren zu Todesfällen durch Schneewürfe gekommen, wie FM1Today berichtete. Deshalb seien die Schüler der umliegenden Schulen sensibilisiert worden, dass sie mit ihrem Verhalten ein Lebewesen töten würden.

Dennoch wurde vor einigen Jahren der rund 1,80 Meter hohe Zaun in Auftrag gegeben, um die Vögel noch effektiver vor Schneeballattacken zu schützen. Müller: «Die letzten drei Jahre hat es eigentlich gut funktioniert.» Dann der Schock: Am vergangenen Dienstag, dem 12. Februar 2019, wurde eines der wertvollen Kolbenenten-Männchen getötet.

«Ihr schadet damit einem wehrlosen Lebewesen»

«Auf den Überwachungsvideos sieht man mehrere Personen, die Schneebälle über den Zaun hinweg in die Anlage werfen», so der Präsident der Voliere. Die Verletzungen des Vogels lassen auf einen Treffer schliessen: «Die Kolbenente hatte eine Kopfverletzung und ein zertrümmertes Auge. Zudem lag sie im Wasser. Dass ein Greifvogel oder ein Fuchs das Tier so zugerichtet hat, ist ausgeschlossen.» Laut Müller kann man nicht die ganze Anlage schützen, da die Tiere «nicht in einem Gefängnis untergebracht werden sollen».

Dass es sich bei den Werfern um notorische Tierquäler handelt, glaubt Müller nicht. Eher denkt er, dass eine Gruppe alkoholisierter Partygänger sich einen Spass daraus machte oder den Kick suchte. Deshalb appelliert Müller an die Mitmenschen: «Denkt bitte nach, bevor ihr handelt. Ihr schadet damit einem wehrlosen Lebewesen.»

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