Ungewöhnlicher Winter: Schneechaos im Süden
Aktualisiert

Ungewöhnlicher WinterSchneechaos im Süden

Bis zu zwei Meter Schnee messen Meteorologen auf 1500 M.ü.M. auf der Alpensüdseite – das sind rund doppelt so viel wie in einem Durchschnittswinter. In der kommenden Woche gibts noch mehr Schnee.

von
woz

«Es liegt im Moment zirka einen Meter Schnee», sagt Leserreporter Michel Dürrenmatt, der derzeit in Airolo TI in der RS ist. Seit Dienstag habe es kaum aufgehört zu schneien.

«Die Strassen sind schneebedeckt – teilweise sogar die Autobahnen», so Dürrenmatt. Wegen des Schnees kommt es auf zahlreichen Strassen zu Verkehrsbehinderungen. Aktuelle Informationen zur Verkehrslage finden Sie hier.

«Ungewöhnlich, aber kein Rekordwinter»

Wegen den Wetterprognosen sind auch die Challenge-League-Partien Locarno-Wohlen und Chiasso-Servette abgesagt. Nachholtermine stehen noch nicht fest.

Zwar sei es kein Rekordwinter, ein bisschen ungewöhnlich sei der viele Schnee aber schon, bestätigt Reto Vögeli von MeteoNews. «Am Alpensüdhang liegt etwa doppelt so viel Schnee wie in einem Durchschnittswinter.»

Schnee im Norden in der Nacht auf Sonntag

Eine Wetterberuhigung sei nicht in Sicht. «Auch in der kommenden Woche muss man mit viel Neuschnee rechnen.» Eine kurze Verschnaufpause gibts höchstens am Donnerstag, so Vögeli.

Im Norden hats hingegen weniger Schnee als in einem gewöhnlichen Winter. «Während im Süden auf 1500 Meter zirka zwei Meter Schnee liegt, muss sich der Norden auf gleicher Höhe mit 50 bis 100 Zentimeter begnügen», erklärt Vögeli. Der massive Schneemengen-Unterschied sei jedoch nicht aussergewöhnlich.

Für Schneehasen im Norden gibts gute Nachrichten: In der Nacht auf Sonntag dürften ein paar Schneeflocken gar das Flachland auf der Alpennordseite erreichen.

Deine Meinung