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Wladimir Putin«Schneeleoparden profitieren von Sotschi»

Die Olympischen Spiele würden auch der Natur zugute kommen, sagte der russische Präsident. So seien etwa zerstörte Gebiete und die Schneeleoparden-Population wiederhergestellt.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die am Freitag beginnenden Olympischen Spiele in Sotschi als Ereignis bezeichnet, von dem auch der Naturschutz im Kaukasus profitiere. Am Dienstag besuchte er eine Aufzuchtstation für Schneeleoparden in einem vor fünf Jahren im Zusammenhang mit den Spielen angelegten Naturschutzgebiet.

«Wir haben wegen der Olympischen Spiele beschlossen, die Schneeleoparden-Population wiederherzustellen», sagte Putin vor Journalisten. «Sagen wir, wegen der Olympischen Spiele haben wir Teile der zerstörten Natur wiederhergestellt.» Seit 1970 sind Schneeleoparden in der Region ausgerottet. Einige Tiere aus dem Gehege sollen im kommenden Jahr ausgewildert werden.

Putin liess den Käfig eines der im vergangenen Sommer geborenen Leopardenjungen öffnen, ging hinein und streichelte die Raubkatze am Kopf. «Wir mögen uns», kommentierte er. Offenkundig fand der junge Schneeleopard die begleitenden Journalisten weniger sympathisch. Einem zerkratzte er die Hand und einem anderen biss er ins Knie, wie russische Nachrichtenagenturen meldeten.

Putin hat für Wintersporteinrichtungen und den Ausbau des einst verschlafenen Schwarzmeerorts Sotschi umgerechnet 37 Milliarden Euro aufgewendet. Wegen schwulenfeindlicher Gesetze in Russland verzichten aber vor allem viele westliche Regierungen auf einen Besuch der Spiele. US-Präsident Barack Obama kommt ebenso wenig wie ranghohe Regierungsvertreter aus Deutschland, Grossbritannien und Frankreich.

Am Donnerstag trifft Putin mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammen. Weitere Treffen sind in den folgenden Tagen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe geplant. (sda)

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