Schneematsch und Glatteis bedecken die Schweiz
Aktualisiert

Schneematsch und Glatteis bedecken die Schweiz

In der Nacht zum Sonntag ist in der ganzen Schweiz viel Schnee gefallen. Doch wegen steigenden Temperaturen in der Höhe fiel später Regen und Eisregen in den Schnee und verwandelte viele Strassen in Eisbahnen.

Besonders betroffen war die Zentral- und Nordwestschweiz. Im Kanton Aargau zählte die Kantonspolizei 21 Unfälle in einer Nacht. Am häufigsten krachte es auf den beiden Autobahnen A1 und A3. Laut der Kantonspolizei Aargau hatten die meisten Autofahrer Glück im Unglück, und es blieb bei Sachschäden. Ein Mensch wurde leicht verletzt.

Als «eine einzige Eisfläche» beschrieb Ruedi Niederberger von der Einsatzzentrale des Kantons Obwalden die Strassenverhältnisse in seinem Kanton. Betroffen davon gewesen sei auch die Autobahn A8 auf der ganzen Strecke in Obwalden. Die Räumfahrzeuge versuchten das Eis mit Spezialsalz von der Fahrbahn zu bekommen, fügte er hinzu. Unfälle habe es in Obwalden trotzdem nur wenige gegeben, und es habe keine Verletzten gegeben. Glatteis auf dem ganzen Kantonsgebiet meldeten auch die Kantonspolizeien von Schwyz und Nidwalden. In Nidwalden gab es einen Selbstunfall mit Sachschaden. Der Schwyzer Kantonspolizei wurde sogar kein einziger Unfall gemeldet.

Probleme gab es auch auf den Strassen der Westschweiz, wo zum Teil zunächst bis zu 20 Zentimeter Schnee fielen und danach Regen einsetzte: Besonders prekär seien die Strassenverhältnisse in den Kantonen Jura, Freiburg und Waadt. Aus allen drei Kantone wurden aber nur weniger Unfälle gemeldet.

Der Grund für die Wetterkapriolen: eine Warmfront bringt Regen in der Höhe. Da die Temperaturen in tieferen Lagen aber noch auf der Minusseite stehen, verwandelt sich der Regen wieder in Eisregen.

Einzig in windgeschützten Alpentälern sowie im Wallis, der Region um die Stadt Bern und im Kanton Luzern schneie es noch, sagte Roland Mühlebach von MeteoSchweiz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA am frühen Samstagmorgen.

Seit längerem regne es bereits im Berner Oberland, im Jura und im Genferseegebiet. Von dort meldete die Kantonspolizei, dass die in der Nacht gefallen etwa 10 Zentimeter Neuschnee bereits wieder weggeschmolzen seien.

(sda)

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