Schneeräumer nach Dauereinsatz am Limit
Aktualisiert

Schneeräumer nach Dauereinsatz am Limit

Fast ununterbrochen schaffen sie seit Tagen Schnee aus der Stadt – die Strassenwärter des Tiefbauamts in Orange. Bruno Dörig ist einer von ihnen. Obwohl er erschöpft ist, tritt er heute zur siebten Sonderschicht an.

In der Nacht auf Freitag hatte er schon Frühschicht. Seither musste der 44-jährige Strassenwärter Bruno Dörig jeden Morgen vor drei Uhr aus den Federn. «Für jeden einzelnen Bürger von St. Gallen», wie er sagt. Dörig und sein zwölfköpfiges Team, das für die Innenstadt zuständig ist, krampfen seit dem grossen Schnee unermüdlich, um

St. Gallen von den weissen Massen zu befreien. «Auch wenn ich den Job nun schon seit 25 Jahren mache, die letzten Tage waren ungewöhnlich hart», so Dörig. Sie seien alle langsam am Limit.

Dörig schläft derzeit nur vier bis fünf Stunden. «Und das nicht richtig: In Gedanken bin ich jeweils schon bei der Arbeit des folgenden Tages.» Das Wichtigste sei, bei aller Müdigkeit nicht den Humor zu verlieren. Sein Team sei noch immer motiviert, und die harte Arbeit schweisse zusammen. Da er und seine Mannen exponiert inmitten von Menschen pflügen, salzen oder schaufeln, wird es manchmal eng: «Ich wäre froh, wenn uns die Leute nicht im Weg stehen würden.» Ein Etappenziel seiner Truppe ist bald erreicht: Nur noch in drei Gassen liegt Schnee, und der wird heute weggeräumt.

Felix Burch

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