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Schneesturm bläst Flugzeug von der Landebahn

Im Mittleren Westen der USA haben Schneestürme Fernstrassen nahezu unpassierbar gemacht und zahlreiche Massenkarambolagen ausgelöst. Elf Menschen kamen dabei ums Leben. In Wisconsin haben Sturmwinde ein Kleinflugzeug von der Landebahn gefegt.

Nachdem die zwei Passagiere dem Kleinflugzeug entstiegen waren, wurde das Flugzeug vom Wind erfasst und es zum Überschlagen gebracht. Menschen kamen keine zu Schaden.

Rund 100 000 Haushalte in Teilen der Staaten Minnesota, Wisconsin und Michigan waren wenige Stunden vor dem Weihnachtsfest immer noch ohne Strom. Am Flughafen Chicago mussten bis zum Sonntagabend mehr als 250 Flüge gestrichen werden. Im US-Staat Michigan entwurzelte die Wucht des Sturms hunderte Bäume.

Der Wind wehte in der Spitze mit bis zu 142 Stundenkilometern übers Land, in der Region Chicago massen Meteorologen Böen von knapp 70 Stundenkilometern. In Michigan waren nach Angaben der Elektrizitätswerke vom Sonntagabend etwa 75 000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten, in Illinois sassen die Bewohner von etwa 24 000 Haushalten im Dunkeln.

Der Sturm brachte Teilen Wisconsins, die bereits eine 30 Zentimeter dicke Schneedecke hatten, am Sonntag weitere 30 Zentimeter Schnee. Das Wetterradar zeigte, wie die Schneeschauer von Wisconsin nach Minnesota, Michigan und Indiana weiterzogen. Im Gebiet von Madison in Wisconsin folgte ein fast vier Stunden andauernder Eisregen. «Alles hier draussen ist eine Eisbahn», beschrieb ein Polizist im Rock County die Lage. (dapd)

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