Aktualisiert 17.07.2016 13:05

MongoleiSchneider-Ammann sass wegen Putschversuch fest

Der Bundespräsident musste umbuchen. Statt mit Turkish Airlines kehrte Johann Schneider-Ammann mit Angela Merkel aus der Mongolei zurück.

von
woz
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Der türkische Handelsminister spricht von 1 Million Ferien-Annullierungen. Die meisten davon sollen von türkischen Beamten stammen, denen die Ferien gestrichen wurden: Zwei Frauen an einem Strand der Prinzeninseln in Istanbul. (29. Juni 2016)

Der türkische Handelsminister spricht von 1 Million Ferien-Annullierungen. Die meisten davon sollen von türkischen Beamten stammen, denen die Ferien gestrichen wurden: Zwei Frauen an einem Strand der Prinzeninseln in Istanbul. (29. Juni 2016)

AFP/Bulent Kilic
Will sämtliche Klagen wegen Beleidigung zurückziehen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 29. Juli 2016 in Ankara.

Will sämtliche Klagen wegen Beleidigung zurückziehen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am 29. Juli 2016 in Ankara.

AFP
Nach dem Putschversuch gestaltet der Präsident die Armee um: Recep Tayyip Erdogan (Mitte) trifft Generäle im Präsidentenpalast in Ankara. (29. Juli 2016)

Nach dem Putschversuch gestaltet der Präsident die Armee um: Recep Tayyip Erdogan (Mitte) trifft Generäle im Präsidentenpalast in Ankara. (29. Juli 2016)

AFP/Büro des türkischen Präsidenten

Johann Schneider-Ammann wollte am frühen Samstagmorgen von Ulan-Bator über Istanbul in die Schweiz fliegen. Mit Turkish Airlines. Doch um 4 Uhr (Schweizer Zeit) war der Putschversuch in der Türkei noch in vollem Gang. Es war also unklar, ob die Maschine überhaupt starten würde und ob sie in Istanbul landen könnte. Die Schweizer Delegation suchte nach Alternativen.

Schliesslich bot Angela Merkel die Lösung. Sie liess die dreiköpfige Schweizer Delegation in ihrem Airbus nach Berlin mitfliegen. Insgesamt sassen Schneider-Ammann und Merkel siebeneinhalb Stunden zusammen im Flugzeug. «Es war womöglich das längste Gespräch, das ein Schweizer Bundespräsident je mit einem deutschen Regierungschef geführt hat», sagt Erik Reumann, Sprecher des Wirtschaftsdepartements, zur «Schweiz am Sonntag».

In Ulan-Bator fand der Asien-Europa-Gipfel statt. 34 Staats- und Regierungschefs nahmen daran teil.

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