Aktualisiert 17.09.2007 09:16

Schnellster Computer der Schweiz

Wetter-Extremereignisse werden künftig besser prognostiziert: Im Tessin beginnt bald der schnellste Computer der Schweiz zu rechnen. Er erledigt fünf Billionen Berechnungen - pro Sekunde.

Ein neuer Supercomputer im Hochleistungszentrum Manno im Tessin soll den Schweizer Wetterprognosen nächstes Jahr zu einem Quantensprung verhelfen. Die Schweiz wird dann laut dem Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) das erste Land in Europa sein, das über eine hochauflösende Wettervorhersage verfügt.

Hoch auflösenden Wettermodellen kommt besonders im Alpenraum eine grosse Bedeutung zu, wo das Wetter oft erstaunliche Verteilungsmuster aufweist, die von Tal zu Tal ändern könnten. Dafür wurde der Abstand der Berechnungspunkte von 7 auf 2 Kilometer reduziert. Dies führt zu einer Datenflut, die nur mit einer Verzehnfachung der bisherigen Rechenleistung bewältigt werden kann.

Das CSCS, das als autonome Einheit der ETH Zürich die Vorhersagen von MeteoSchweiz berechnet, stellt nun die massiv ausgebauten Berechnungskapazitäten mit einem neuen Supercomputer des Typs Cray XT4, genannt «Buin», zur Verfügung. Er verfügt über eine Leistung von fünf Billionen Berechnungen pro Sekunde. Am Montag wurde der neue Rechner eingeweiht.

Der neue Supercomputer, der im Januar 2008 in Betrieb geht, wird auch den Forschern der Schweizer Hochschulen zur Verfügung stehen, um Simulationen auf mehreren Gebieten wie beispielsweise Chemie, Physik, Nanowissenschaften, Materialwissenschaften, Fluid-Dynamik und Klimaforschung durchzuführen.

(SDA/AP)

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