Aktualisiert 02.07.2012 19:18

Nach Sieg in USA

Schoch will Extrem-Veloprofi werden

Der Sieg am härtesten Rennen der Welt genügt Reto Schoch nicht: Er will ganz auf Ultra-Cycling setzen.

von
upz

Seit wenigen Tagen ist Reto Schoch (33) zurück in seinem Wohnort Speicherschwendi – mit dem Sieg am Extrem-Event Race Across America (RAAM)in der Tasche. In acht Tagen, sechs Stunden und 29 Minuten legte er 4800 Kilometer auf dem Rennvelo zurück. Doch genug hat Schoch noch nicht: «Ich will nächstes Jahr wieder antreten und den Strecken­rekord brechen.» Bei seiner aktuellen erstmaligen Teilnahme fuhr Schoch bereits die drittbeste Zeit aller Zeiten heraus.

RAAM hinterlies Spuren im Gesicht

Um sein Ziel zu erreichen, setzt der Ausser­rhoder nun ganz auf Langdistanzrennen, das so genannte Ultra-Cycling: «Ich will Profi werden und die nächsten zwei, drei Jahre nur trainieren und Rennen fahren.» Dafür sei er auf zusätzliche Sponsoren angewiesen, mit denen er jetzt in Verhandlung stehe. Bereits die Teilnahme am diesjährigen RAAM kostete Schoch rund 60 000 Franken, wovon er einen Teil selber übernehmen musste.

Von seinen Profiplänen seien Familie und Freunde nicht unbedingt begeistert, «doch ich will meinen Traum leben». Vom RAAM spüre er praktisch keine Nachwirkungen mehr, einzig sein Gesicht sei noch von einem Ausschlag strapaziert. Bereits hat Schoch im Appenzellerland mit dem Aufbautraining für die «Tortour» begonnen, ein Nonstop-Rennen rund um die Schweiz von Mitte August. Bis zu 30 Stunden wöchentlich will er dafür im Sattel sitzen.

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