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Kurz vor Olympia-StartSchock für Schweizer Leichtathletik – Doping-Sperre für Hürdenläufer Kariem Hussein

Der Schweizer Hürdenläufer Kariem Hussein wird wegen Dopings für neun Monate gesperrt. Damit verpasst der Ex-Europameister die olympischen Spiele.

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Kariem Hussein wird von Swiss Olympic wegen eines Doping-Verstosses für neun Monate gesperrt.

Kariem Hussein wird von Swiss Olympic wegen eines Doping-Verstosses für neun Monate gesperrt.

imago images/Beautiful Sports
Hussein wird also nicht an den Olympischen Spielen an den Start gehen können.

Hussein wird also nicht an den Olympischen Spielen an den Start gehen können.

Andy Mueller/freshfocus
2014 wurde der 32-Jährige in Zürich Europameister über die 400 Meter Hürden.

2014 wurde der 32-Jährige in Zürich Europameister über die 400 Meter Hürden.

Andy Mueller/freshfocus

Darum gehts

  • Kariem Hussein ist kurz vor den Olympischen Spielen positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden.

  • Der Hürdenläufer wird für neun Monate gesperrt.

  • Damit verpasst der Schweizer die Olympischen Spiele in Tokio.

Kurz vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio sorgt eine Medienmitteilung von Swiss Olympic für einen Schock in der Leichtathletik-Welt. Der Schweizer Hürden-Star Kariem Hussein wurde in einer Doping-Kontrolle das Vorhandensein einer verbotenen Substanz nachgewiesen. Der Verband sperrt den Europameister von 2014 auf Antrag von Antidoping Schweiz mit sofortiger Wirkung für neun Monate.

«Dem Athleten war in der Dopingprobe das Vorhandensein der verbotenen Substanzen Nikethamid und des Methaboliten N-ethylnicotinamide nachgewiesen worden», schreibt Swiss Olympic in der Mitteilung. Die Sperre gelte rückwirkend seit dem 16. Juli 2021 und sei für sämtliche Sportarten und jegliche Funktionen im Sport wirksam. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Damit wird Hussein auch die Olympischen Spiele in Tokio verpassen.

Swiss Olympic zeigt sich betroffen über das Vergehen von Kariem Hussein. «Als Dachverband des Schweizer Sports und als Nationales Olympisches Komitee ist Swiss Olympic erschüttert über den Vorfall zu einem Zeitpunkt, in dem der internationale Sport anlässlich der Olympischen Spiele in Tokio gefeiert werden soll», schreibt Swiss Olympic in einer weiteren Mitteilung.

Sperre soll Wirkung zeigen

Dass der Athlet seine Sperre akzeptiere und die Verantwortung für sein Vergehen übernehme, verdiene aus Sicht von Swiss Olympic Respekt. Nichtsdestotrotz sei das Vergehen und die daraus resultierende Sperre eine Warnung an alle Athletinnen und Athleten, dass sie nie sorgfältig genug sein könnten bei der Einnahme von Ergänzungsmitteln. Man hoffe, dass die Sanktion gegen Kariem Hussein diesbezüglich die gewünschte Wirkung zeige.

«Gleichzeitig ist aus diesem Fall ersichtlich, dass das Kontrollsystem in der Schweiz gut funktioniert. Die Prävention ist und bleibt für Swiss Olympic, zusammen mit Antidoping Schweiz und den Mitgliedsverbänden, der wichtigste Ansatz, damit Fälle wie dieser in Zukunft nicht mehr vorkommen.»

Hussein entschuldigt sich

Auch Hussein selbst hat sich bereits zur positiven Doping-Probe geäussert. In einer Video-Botschaft erklärt der Schweizer, wie es dazu kommen konnte. «Es tut mir leid», schreibt Hussein zudem auf Instagram. An ein Karriereende denkt der 32-Jährige, der die Sperre akzeptiert, noch nicht. Er wolle nach Ablauf der Sperre weiter seine sportlichen Ziele verfolgen.

Hier erklärt Kariem Hussein seine positive Doping-Probe.

Youtube: kariemhussein
(law)

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