Laufen BL: Schock für Stapi wegen falscher Briefbombe
Aktualisiert

Laufen BLSchock für Stapi wegen falscher Briefbombe

Übler Scherz: Die Stadtpräsidentin Brigitte Bos erhielt wegen der Überwachung der Ex-Stadträtin Petra Studer am Freitag eine Briefbombenattrappe.

von
Lukas Hausendorf
Die Briefbombenattrappe für Brigitte Bos wurde in der Stadtverwaltung von Laufen abgegeben.

Die Briefbombenattrappe für Brigitte Bos wurde in der Stadtverwaltung von Laufen abgegeben.

Die Laufener Stadtpräsidentin Brigitte Bos wurde am Freitag vor Weihnachten Opfer eines bösen Streichs: Ein anonymer Absender liess ihr eine Briefbombenattrappe zukommen, wie Onlinereports berichtete. «Ich bekam sofort ein ungutes Gefühl, als ich den Brief sah, und wollte ihn nicht alleine öffnen», so Bos. Ein Mitarbeiter habe das Couvert dann angeschnitten, um hineinzusehen. «Als wir Drähte sahen, schrillten bei uns die Alarmglocken», so Bos. Den Rest erledigte dann der Sprengstoffexperte der Baselbieter Kantonspolizei.

Hintergrund der Aktion ist laut einem beigelegten Brief die Affäre um die Observation der ehemaligen Laufener Landrätin Petra Studer, die von der Stadtpräsidentin im Rahmen einer Wohnsitzabklärung angeordnet wurde. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob das rechtens war. Studer unterhält seit 2008 eine Wohnung in Basel und wurde deswegen 2009 in Laufen zwangsabgemeldet. Dagegen führte sie erfolglos ein Beschwerdeverfahren beim Kantonsgericht. Dabei kam zwar die Überwachung ans Licht, wurde aber nicht als Beweismittel zugelassen.

Der Absender der Briefbombenattrappe dürfte ungeschoren davonkommen: Die Polizei verzichtet auf eine Anzeige, weil der Tatbestand der Drohung nicht erfüllt sei.

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