Olympia 2022: Biathletin Irene Cadurisch bricht während Rennen zusammen
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Irene CadurischNach Schockmoment um Schweizer Biathletin – Swiss-Ski gibt Entwarnung

Die Schweizer Biathletinnen mussten das Staffel-Rennen über 4x6 km abbrechen. Das, weil die Bündnerin Irene Cadurisch zusammenbrach. Mittlerweile ist klar: Ihr Zustand ist stabil und sie ist zurück im olympischen Dorf. 

von
Adrian Hunziker
Nils Hänggi
(aus Peking)

Hier wird die Schweizerin abtransportiert.

SRF

Darum gehts

Während des Biathlon-Staffel-Rennens ist es zu einem Schockmoment gekommen. Die Schweizer Biathletin Irene Cadurisch brach während des Rennens über die 4x6 Kilometer zusammen. Anfangs war dann nicht klar, wie es der 30-jährigen Bündnerin ging. TV-Kommentatoren vermeldeten lediglich, dass sie ansprechbar gewesen sein soll.

Später teilte Swiss-Ski mit: «Irene Cadurisch musste mit Kreislaufproblemen die Biathlon-Staffel aufgeben. Sie ist zur Zeit zusammen mit Teamarzt Patrick Noack auf der Medical Station. Ihr Zustand ist stabil.» Das Schweizer Team, neben Cadurisch traten Amy Baserga, Lena Häcki und Selina Gasparin an, musste das Rennen nach Cadurischs Zusammenbruch abbrechen. Dieses fand zwar unter blauem Himmel statt, doch die Temperaturen mit über minus 20 Grad waren eisig.

Sie geriet in Panik

Noch ein wenig später gab dann Swiss-Ski die endgültige Entwarnung. «Cadurisch ist zurück im Olympia-Dorf, die Kreislaufproblemen sind wieder unter Kontrolle und sie ist auf dem Weg der Besserung. Nun überwiegt die Enttäuschung», so die Verantwortlichen. 

Noack gab später Auskunft und erklärte, dass Cadurisch plötzlich schwarz vor Augen und es ihr übel geworden war. «Dann versagten auch noch die Beine. Sie ist wohl durch ihre Schiessleistung, die ihr nicht so gelungen war, in Panik geraten. Das, weil man in der Staffel immer etwas unter Druck steht, da will man alles richtig machen für die Teamkolleginnen. Durch das Hyperventilieren kann es zu Kreislaufproblemen kommen.»

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Schockmoment um Irene Cadurisch. 

Schockmoment um Irene Cadurisch. 

Getty Images
Die Schweizer Biathletin brach während eines Rennens zusammen. 

Die Schweizer Biathletin brach während eines Rennens zusammen. 

AFP
Mittlerweile ist klar: Ihr Zustand ist stabil.

Mittlerweile ist klar: Ihr Zustand ist stabil.

REUTERS

Eine Norwegerin erlitt am Sonntag einen Zusammenbruch

Es ist nicht der erste Zusammenbruch einer Biathletin bei diesen Spielen. Auch die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold brach am Sonntag zusammen. Sie lief auf Rang  drei, als sie kurz vor Schluss die Kräfte verliessen. Mittlerweile ist die 25-Jährige wieder auf dem Weg der Besserung. Und: Tandrevold wird das Land bei der nächsten Gelegenheit verlassen. Zu ihrem Zusammenbruch sagte sie: «Es war einer meiner besten Tage, bis es plötzlich der schlimmste wurde.» Tandrevold hatte bereits in der Vergangenheit ähnliche Probleme wie nun bei der Eiseskälte in den Bergen im Nordwesten Pekings gehabt. 

Die deutschen Biathletinnen haben derweil erstmals seit 2010 wieder eine olympische Staffel-Medaille gewonnen. Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuss und Denise Herrmann mussten sich sich nur Schwedinnen und dem russischen Team geschlagen geben und holten im Rennen über die 4x6 Kilometer Bronze.

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