Zürcher Stadtparlament: Schönbächler ist höchster Zürcher

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Robert Schönbächler hält bis Mai 2010 die Zügel im Zürcher Stadtparlament in den Händen. Der 57-jährige CVP-Mann ist als Nachfolger von Fiammetta Jahreiss (SP) zum höchsten Stadtzürcher gewählt worden.

Mit Schönbächler sitzt ein langjähriger Gemeinderat auf dem Präsidiumssitz, dem sogenannten Bock. Schönbächler rückt als bisheriger Vizepräsident turnusgemäss nach. Er erhielt am Mittwochabend 110 Stimmen des 125-köpfigen Gremiums. Seit 1992 politisiert Schönbächler für die CVP 4&5 im Stadtparlament.

Schönbächler absolvierte eine Lehre bei der SBB. Dort arbeitete er bis 1994. Seither ist er Friedensrichter. Dennoch ist er weiterhin mit dem Bahnwesen verbunden - wie etwa seine Publikation «Bahnhöfe der Stadt Zürich» belegt.

Seit 1976 wohnt er im Kreis 5, für den er sich nicht nur im Gemeinderat mit Herzblut einsetzt. Zu Schönbächlers Kernthemen gehören Schulpolitik, Drogen- und Sicherheitspolitik, Verkehrspolitik sowie städtebauliche Entwicklung und die Wohnbaupolitik.

Respekt und Kollegialität

In seiner Antrittsrede betonte Schönbächler, er wolle den Gemeinderat «in einer guten Atmosphäre der Kollegialität und die politischen Auseinandersetzungen bei aller Härte in der Sache mit gegenseitigem Respekt führen».

Schönbächlers Wahl verfolgten auf der Tribüne unter anderen seine Familie, darunter seine 86-jährige Mutter, sowie der Abt des Klosters Einsiedeln, Martin Werlen. Werlen ist Ehrenbürger von Zürich.

Neben Schönbächler wählte der Rat die 66-jährige SVP- Gemeinderätin Marina Garzotto mit 74 Stimmen zur ersten Vizepräsidentin. Das zweite Vizepräsidium ging an SP-Mann Joe A. Manser. Der 56-jährige Architekt erhielt 99 Stimmen.

(sda)

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