Tödlicher Raserunfall: Schönenwerd-Raser werden angeklagt

Aktualisiert

Tödlicher RaserunfallSchönenwerd-Raser werden angeklagt

Nach dem tödlichen Raserunfall von Schönenwerd SO reicht die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn gegen zwei der drei beteiligten Junglenker Anklagen ein. Sie müssen sich unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung verantworten.

Die beiden Anklagen würden in den nächsten Tagen beim Amtsgericht Olten-Gösgen eingereicht, bestätigte Staatsanwalt Rolf von Felten am Mittwoch auf Anfrage einen Medienbericht. Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang April nach Abschluss der Untersuchungen entsprechende Anklagen angekündigt.

Die 18-jährigen Fahrzeuglenker müssen sich laut Staatsanwalt wegen vorsätzlicher Tötung, wegen vorsätzlicher einfacher Körperverletzung sowie wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz verantworten. Dem Griechen und dem Kroaten drohen mehrjährige Freiheitsstrafen.

Beim Raserunfall in Schönenwerd in der Nacht auf den 8. November war eine 21-jährige Frau getötet worden. Ein verkehrstechnisches Gutachten kam zum Schluss, dass die Schweizerin noch am Leben wäre, wenn sich der Lenker des unfallverursachenden Autos an die am Unfallort geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gehalten hätte.

Gemäss von Felten wurden die Anträge von zwei Angeschuldigten auf zusätzliche Beweismittel abgelehnt. Der Fall eines dritten am Raserunfall beteiligten Junglenkers wurde der Aargauer Staatsanwaltschaft überwiesen. Die drei Raser waren mit den Autos ihrer Väter unterwegs gewesen.

(sda)

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