Aktualisiert 19.08.2009 09:22

Über die GrenzeSchönes Wetter ruft Schmuggler auf den Plan

Das schöne Wetter und die Grillsaison haben auch kriminelle Nebeneffekte: So hat die Schweizer Grenzwache in Basel seit Anfang August eine Zunahme beim Lebensmittelschmuggel festgestellt.

Offensichtlich sei bei den Fleischschmugglern alles beliebt, was man auf den Grill oder in die Bratpfanne legen könne, heisst es. So deckten Grenzwächter in Basel bei ihren Zollkontrollen im Strassenverkehr tagtäglich mehrere Schmuggelfälle von Pouletfleisch, Schweinebraten und anderem Frischfleisch auf. Dabei sei die erlaubte Freimenge oft um bis das Zehnfache überschritten worden.

Die Grenzwache rief deshalb die wichtigsten Zollvorschriften für Fleisch in Erinnerung. Pro Person und Tag darf ein halbes Kilogramm Frischfleisch von Rind, Kalb, Schwein, Schaf, Pferd, Esel oder Maultier eingeführt werden. Zusätzlich können 3,5 Kilogramm Würste und Hausgeflügel aller Art pro Person und Tag über die Grenze in die Schweiz mitgeführt werden.

Anmeldung erforderlich

Wenn jemand mehr Lebensmittel in die Schweiz einführen wolle, so sei dies bis zu einem gewissen Umfang möglich, wenn die entsprechenden Zollabgaben und die Mehrwertsteuer bezahlt werden. Eine Anmeldung beim Grenzübertritt sei in jedem Fall erforderlich. Bei den besetzten Grenzübergängen könnten die entsprechenden Abgaben direkt vor Ort entrichtet werden. Bei den nicht besetzten Passagen sei die schriftliche Selbstanmeldung vorzunehmen.

Bei kleineren Grenzübergängen vor allem im ländlichen Gebiet dürfe nicht mit Waren über der Freimenge eingereist werden. Vor einem Einkauf im Ausland sei es daher ratsam, sich rechtzeitig zu erkundigen, bei welchem Übergang die eingekaufte Ware angemeldet und verzollt werden könne. Die Nichtbeachtung der Vorschriften führe zur Einleitung eines Strafverfahrens, schreibt das Grenzwachtkommando Region Basel weiter. (dapd)

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