Lehrstuhl für Ästhetische Chirurgie: Schönheits-OP lässt sich neu am Bahnhof aufgleisen
Aktualisiert

Lehrstuhl für Ästhetische ChirurgieSchönheits-OP lässt sich neu am Bahnhof aufgleisen

In der Nähe des Basler Bahnhofs SBB können sich Interessierte bald über ästhetische Eingriffe beraten lassen. Das Unispital bezieht mit dem neuen Lehrstuhl dafür ein Ladenlokal.

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lb
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Der neue Hochschul-Lehrstuhl für Ästhetische Chirurgie bezieht in Basel ein Ladengeschäft. Hier sollen minimalinvasive Massnahmen durchgeführt werden. In erster Linie dient der Standort der Beratung. (Symbolbild)

Der neue Hochschul-Lehrstuhl für Ästhetische Chirurgie bezieht in Basel ein Ladengeschäft. Hier sollen minimalinvasive Massnahmen durchgeführt werden. In erster Linie dient der Standort der Beratung. (Symbolbild)

Keystone/Gaetan Bally
Laut Bericht der bz Basel wird der Laden in der Inneren Margarethenstrasse nahe des Bahnhofs SBB eingerichtet.

Laut Bericht der bz Basel wird der Laden in der Inneren Margarethenstrasse nahe des Bahnhofs SBB eingerichtet.

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Die Basler Ex-Bachelorette Adela Smajic spricht offen über ihre Schönheits-OPs. Unter anderem hat sie sich ihre Brüste vergrössern lassen.

Die Basler Ex-Bachelorette Adela Smajic spricht offen über ihre Schönheits-OPs. Unter anderem hat sie sich ihre Brüste vergrössern lassen.

Stevan Bukvic

Im Juli stellte die Universität Basel den neuen Lehrstuhl für Ästhetische Chirurgie vor. Mit der europaweit einzigartigen Professur sollen unter anderem die operativen Standards der gefragten Eingriffe verbessert werden. Wer sich in Sachen Botox, Brustvergrösserung oder Fettabsaugung zunächst beraten lassen will, kann dies in Zukunft in einem Laden des neuen Lehrstuhls tun.

Wie Recherchen der «bz Basel» ergeben haben, bezieht das Unispital derzeit ein Ladenlokal in der Inneren Margarethenstrasse in Basel. Operiert werden solle dort jedoch vorerst nicht, wie Thomas Pfluger, Sprecher des Universitätsspitals, gegenüber der Zeitung erklärt.

Beratung gegen Gebühr

«Geplant sind sogenannte minimalinvasive oder nicht-invasive Massnahmen», so Pfluger. Operationen würden wie bisher am Universitätsspital durchgeführt. Am neuen Standort sollen gegen eine Gebühr vor allem Beratungen stattfinden. Warum für diese ein Lokal in zentraler Lage gewählt wurde, erklärt Pfluger gegenüber der «bz Basel»: «Eine Grundvoraussetzung für die Erfüllung der Anforderungen an die Stiftungsprofessur für Ästhetische Chirurgie sind die Patienten. Da es sich bei Patienten mit ästhetischen Fragen meist um gesunde Personen handelt, ist eine externe Lage zweckmässig.»

Auch die knappen Zeit- und Platzverhältnisse am Unispital seien demnach Gründe für die Wahl des Standorts. Eine einzige Ansprechperson begleite die Patienten auf ihrem Weg bis zum Abschluss des Eingriffs, so Pfluger.

«Rückgewinnung verlorener jugendlicher Ausstrahlung»

Die Nachfrage nach Schönheitsoperationen steige weiter. Das bestätigte das Unispital gegenüber der Zeitung. Zentrale Themen des Basler Spitals seien «Regeneration», «Rückgewinnung verloren gegangener jugendlicher Ausstrahlung» und «Optimierung der Gestalt», wie es im Bericht heisst. Zudem bestehe am Spital selbst die Möglichkeit, entsprechende Fragestellungen interdisziplinär «kritisch zu besprechen» und zu untersuchen, wird der Spitalsprecher zitiert.

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